Ott Falcken-
ber
Schul

Die dritte Generation

28.01.2022 /

Drehbuch von Rainer Werner Fassbinder / Jahrgangsinszenierung 3. Jahrgang Schauspiel

Premiere 28. Januar 2022 um 20 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele Weitere Vorstellung 29. Januar 2022 um 20 Uhr Tickets unter https://kammerspiele.muenchenticket.net/
Mit Nellie Fischer-Benson, Isabell Antonia Höckel, Cornelius Kiene, Joshua Kliefert, Mia Maria Müller, Lea Reihl, Alvaro Rentz, Sammy Scheuritzel, Nils Thalmann, Arina Toni und Florian Voigt Regie Charlotte Sprenger Bühne und Kostüme Aleksandra Pavlović Dramaturgie Olivia Ebert Musik Jonas Landerschier Technik / Requisite Maxi Blässing, Paul Friedrich Günther, Leo Algrang Assistenz Regie und Bühne Paula Schlagbauer Assistenz Kostüm Leika Lütke

Foto: Emma Szabo

Ist es begreifbar, in welcher Gesellschaft wir leben? Wie wird es endlich anders? In der Tristesse des deutschen Winters 1978/79 sucht eine Gruppe junger Menschen Auswege aus den bürgerlichen und kapitalistischen Verhältnissen, die zur fortschreitenden Zerstörung von Welt und Selbst beitragen. Umgeben vom medialen Rauschen globaler Nachrichten, beeinflusst und überwacht durch Polizei und Kapital, spielen sie mit linksterroristischem Besteck. Auf groteske Weise entleert sind ihre schrillen Gesten, die sich gegen das systemische Außen wenden. Die Beziehungsweisen untereinander werden zum eigentlichen Schauplatz der notwendigen Revolution: die familiär und patriarchal eingeübten; und die Dynamiken innerhalb der Gruppe, als „das maximalste an möglichem Zusammenleben“ (RWF). Mit elf Studierenden der Otto Falckenberg Schule untersucht die Inszenierung von Charlotte Sprenger Rebellion und Depression einer jungen Generation.

 

Zur Regisseurin:

Charlotte Sprenger, 1990 in Hamburg geboren, studierte Angewandte Kulturwissenschaften. Von 2013 bis 2016 war sie Regieassistentin am Schauspiel Köln. Dort entstanden erste eigene Arbeiten, u. a. „Die roten Schuhe/Eine Liebe. Zwei Menschen“, von Fritz Kater und „Die Reise nach Petuschki“ nach Wenedikt Jerofejew. Charlotte Sprenger war Teil des Kuratorenteams, das die Außenspielstätte „BRITNEY“, des Schauspiel Köln leitete. In der Spielzeit 16/17 inszenierte sie dort die deutsche Erstaufführung von „Kleines“ von Hannah Moscovitch, gefolgt von einer Dramatisierung von Jonas Hassen Khemiris Roman „Alles, was ich nicht erinnere“, einer Uraufführung, die zum Festival „Radikal Jung“ nach München eingeladen wurde. Weitere Arbeiten entstanden im Theater der Keller in Köln, u. a. „Das Fest“ nach dem Film von Thomas Vinterberg, nominiert für den Kölner Theaterpreis und die Uraufführung von Wolfram Lotz’ „Fusseln“, die zu den Autorentheatertagen 2020 am DT in Berlin eingeladen wurde. Seit der Spielzeit 18/19 inszeniert sie darüber hinaus am Theater Bonn, am Deutschen Theater in Berlin und am Thalia Theater in Hamburg. Dort debütierte sie mit „Vor dem Fest“, nach dem Roman von Saša Stanišić, es folgten Opening Night nach John Cassavetes und „Die Politiker“ von Wolfram Lotz. Demnächst zeigt sie dort ETA Hoffmanns Sandmann. Mit „Die Dritte Generation“ von Rainer Werner Fassbinder stellt sie sich erstmals dem Münchener Publikum vor.

KLITTERN (radical love)

25.03.2022 /

Abschlussinszenierung von Lennart Boyd Schürmann

Premiere am 25. März 2022 Weitere Vorstellungen 26. und 27. März 2022, 28. und 29 Mai 2022 Tickets unter muenchner-kammerspiele.de
Spiel Erwin Aljukić (AESOP), Luis Garay (SHEEP), Elena Wolff (WOLF), Stanislav Iordanov (SHEPHERD DOG) + guest (to be announced) Regie und Text Lennart Boyd Schürmann Dramaturgie Moritz Nebenführ Kostüme Carla Renée Loose Komposition Stanislav Iordanov Bühne Moritz Nebenführ, Lennart Boyd Schürmann

A sheep is alone in the forest and meets the wolf.

Sheep: I want to dance before you eat me.

The wolf agrees and the sheep starts to dance.°

clitter °° : […] to constitute a secret scene, to create corners of shadow and night within an existence subjected to technocratic transparency […]. °°° 

What can this language be which refuses? °°°°

Er küsset mich mit dem Kusse seines Mundes. °°°°° I should have been horrified, but… strangely I wasnt. °°°°°°

What should we be without the help of that which does not exist? °°°°°°°

° Aesop: P 97, 620-564 BCE / Madame Aema, 1982.

°° Johann Fischart: Affentheurlich Naupengeheurliche Geschichtklitterung, 1582.

°°° Michel de Certeau: Practices of Everyday Life, 1980.

°°°° Kathy Acker: Realism for the Cause of Future Revolution, 1984.

°°°°° Quirinus Kuhlmann: Himmlische Libes-Küsse, 1671.

°°°°°° Body of Influence, 1993.

°°°°°°° Paul Valéry: A Fond Note On Myth, 1928.

 

KLITTERN (radical love) reworks an aesopian fable in search for spiritual asylums, developing the paradoxical performative modes of a language that aims to resist or escape communication. A metaphorical forest becomes the site for the encounter of two outcasts, a WOLF and a SHEEP, who become attracted to another. The wolf introduces the sheep to their friend AESOP who, wanting to escape the reproduction of institutionalized violence, has sought refuge in the woods where he opened an anarchist cabaret. Together they wander through the surfaces of mythical landscapes, artificial paradises and ruins of theopoetical phantasies to find a space for their desire, until their idyllic togetherness is interrupted by the arrival of the SHEPHERD DOG. He wants to bring the sheep back to the herd and kill the wolf. They ask him for one last dance together. He agrees, unaware of the ritual’s magic effects and ignorant of the apocalyptic tales of the messianic ANGEL of revenge who, thus summoned, will come to help the oppressed.

Archiv

Texte von Autorinnen des 18. Jahrhunderts und Monologe (Recherche: Anja Thiemann)

Vorspiel der Schauspielstudierenden des  2. Jahrgangs am 26.1.2022 um 19.00 Uhr

Szenen aus: Luise Adelgunde Victorie Gottsched „Das Testament“ (1745) mit Nadège Meta Kanku, Amélie Leclère, Dara Lalo; Dozentin: Anja Thiemann. Johanne Sophie Albrecht „Theresgen“ (1781) mit Clara Fenchel, Nicolai Kaps; Dozenten: Eckhard Winkhaus/Ramin Anaraki. „Ein böser Wicht“ – auf Basis von Sophie von La Roche „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“, Eigenarbeit von Johannes Schöneberger; mentoriert von Anne Knaak. Engel Christine Westphalen „Charlotte Corday“ (1804) mit Luca Kühl, Konstantin Schumann; Dozentin: Anne Knaak. Elise Müller „Die Kostgängerin im Nonnenkloster“ (1797) mit Annika Neugart, Carolin Wege; Dozent: Ramin Anaraki. Elise Müller „Brell und Louise oder Was vermag die Liebe nicht“ (1797) mit Charlotte Hovenbitzer, Abel Haffner; Dozentin: Anja Thiemann. Monologe: Shakespeare „Richard III.“, Luca Kühl; Dozent: Nicola Mastroberardino. Stone „Hotel Strindberg“, Annika Neugart, Dozent: Simon Zagermann. Mozart „Brief an Maria Anna Thekla Mozart“, Abel Haffner; Dozent: Stefan Merki.
Hier finden Sie nähere Informationen zu den Autorinnen: „Autorinnen des 18.Jahrhunderts – Recherche: Anja Thiemann“ ALLE PLÄTZE BELEGT; BITTE KEINE WEITEREN ANMELDUNGEN. Die öffentliche Vorstellung findet unter den 2G-Plus-Regelungen auf der Probebühne 1 der Kammerspiele statt. Die Impf-und Testnachweise werden im Foyer der Therese-Giehse-Halle kontrolliert.  

Klassenzimmerstück und Workshop / BERUFSBILD SCHAUSPIEL

Ein Angebot der Otto Falckenberg Schule für alle ab Jahrgangsstufe 9

Die Otto Falckenberg Schule möchte mit diesem Projekt Schüler:innen ab Klasse 9, die beginnen sich mit der Frage nach beruflichen Perspektiven zu beschäftigen, auf sinnliche Weise mit dem Berufsbild Schauspiel in Kontakt bringen. Unsere Hoffnung ist, dass wir so auch diejenigen interessieren, die nicht über Elternhaus oder soziales Milieu ohnehin mit dem Theater und seinen Institutionen vertraut sind.

Das Klassenzimmerstück, das Schauspielstudierende aus dem 2. Jahrgang erarbeitet haben, ist „Schwester von“ der niederländischen Autorin Lot Vekemans. Ein vielgespieltes Stück, in dem die Autorin Antigones Schwester Ismene zur Hauptfigur macht. Die griechische Mythologie dient zwar als Grundlage, es geht aber viel mehr um die Figur der “ kleinen Schwester“, die Anti-Heldin Ismene,  die eben nicht mutig und entscheidungsstark handelt, sondern gefangen ist in ihren Zweifeln und Ängsten und unter dem Vorbild der großen Schwester leidet. Ein toller, moderner Text, mit dem hoffentlich viele Jugendliche etwas anfangen können!

Anschließend leiten die Schauspieler:innen einen ca. 30 minütigen Praxis-Workshop im Klassenzimmer an. Alle Schüler:innen gemeinsam lernen über sehr niederschwellige Übungen die Grundlagen der Schauspielausbildung kennen und haben danach noch ausreichend Zeit für Fragen Diskussionen zu Stück und Workshop.

Der Zeitbedarf liegt bei einer Doppelstunde. Kosten für die einladende Schule/Klasse fallen nicht an.

Bei Interesse, zur Terminvereinbarung oder für Rückfragen melden Sie sich gerne bei:

Malte Jelden, Studiengangsleiter Regie, malte.jelden@muenchen.de, Tel. 089 23337081

Absolvent*innenvorsprechen

Schauspiel /

Der Abschlussjahrgang 2022

am 3. November 2021 um 18 Uhr, am 4. und 5. November 2021 um 20 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele / Eintritt frei / Anmeldung unter 089-233 37083 / !!! 3G-Plus-Regeln !!! / Bitte bringen Sie für Ihren Theaterbesuch zusätzlich zu einem Identitätsnachweis (Ausweis) einen der drei folgenden Nachweise mit: Impfnachweis (digital oder analog), PCR-Testergebnis oder einen Nachweis über Ihre Genesung!
Weitere Termine für Fachpublikum Zentrale Vorsprechen am 16. November 2021 um 10 Uhr in München, 17. November 2021 um 12.40 Uhr in Neuss und 19. November 2021 um 12.40 Uhr in Berlin weitere Infos und Anmeldedetails unter www.otto-falckenberg-schule.de/wp-content/uploads/2021/10/SKS_ZENTRALE_VORSPIELE_2021.pdf

quasimodo

Schauspiel /

Eine Stückentwicklung mit Texten vom Ensemble und Victor Hugo

Premiere 26. November 2021 Weitere Vorstellung 27. November 20 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele Tickets unter https://www.muenchner-kammerspiele.de/ / !!! 2G plus Regelung + FFP2-Maskenpflicht !!! / Bitte bringen Sie für Ihren Theaterbesuch zusätzlich zu einem Identitätsnachweis (Ausweis) die zwei folgenden Nachweise mit: Impfnachweis (digital oder analog) oder einen Nachweis über Ihre Genesung  UND einen Corona-Schnelltest-Nachweis (nicht älter als 24 Stunden) oder ein PCR-Testergebnis (nicht älter als 48 Stunden) !!!
Mit Nellie Fischer-Benson, Joschka Kientsch, Stephan Larro, Amélie Leclère, Fabian Moraw, Mia Maria Müller Regie Konrad Wolf Künstlerische Mitarbeit Eckhard Winkhaus Licht Maxi Blässing Ton Paul Friedrich Günther Technik und Requisite Maxi Blässing, Paul Friedrich Günther, Leo Algrang

Hässlich. Verpfuscht. Ungestaltet. Victor Hugos Quasimodo wird mit so vielen negativen Attributen beschrieben, dass Quasimodo schließlich selbst fragt: „Nicht wahr, ich bin sehr hässlich?“ Quasimodo leidet nicht am eigenen Körper, sondern an internalisierten Zuschreibungen.

Kann sich Quasimodo von diesen befreien und sich anders wahrnehmen?

Biographisches Arbeiten

Workshop Leitung Christiane Pohle

Following Strangers

Über die Vielfalt des Verfolgens

‚Following Strangers’ ist eine Solo-Arbeit, in der es um die Erfindung und Ausgestaltung einer fiktiven Person geht. Ausgehend von der Beschäftigung mit einer Arbeit der Künstlerin Sophie Calle entstehen individuelle Methoden des Beobachtens. Diese können sich zum Beispiel im Stadtraum ereignen, einem Hauseingang, einem Platz, einer Haltestelle. Sie können sich auf reale Menschen beziehen, auf die Betrachtung eines Fotoalbums, einer Geburtsurkunde, eines Adressbuches, auf die Auseinandersetzung mit einer literarischen Vorlage, auf die Vermischung von biographischen, und erfundenen Erinnerungen, oder auf eine beobachtende fotografische Recherche. Aus den dokumentierten Beobachtungen, gewissermaßen in einer Montage von Sammlung und Fiktion, werden Personagen/Figuren entwickelt. Wo diese ‚stattfinden’, wie sie sichtbar werden, sich zeigen, auch einem möglichen Publikum, ob im Stadtraum, auf der Bühne, in Sprachmitteilungen, welche Geschichten sie zu erzählen haben, ob sie überhaupt sprechen, das zu definieren und schauspielerisch umzusetzen, ist Teil des Arbeitsprozesses, der neben den begleiteten Recherchen und Proben auch Reflektionen und Auswertungen mit den anderen Workshopteilnehmer*innen beinhaltet. Ziel der Arbeit ist eine kleine Präsentation, in der die erfundenen Personen, oder Figuren auftreten, oder in ihren jeweiligen Kontexten beobachtet werden können.

PERFORMANCEGESCHICHTE

Workshop  Leitung Saskia Oidtmann

alles ist erlaubt – Geschichte, Ästhetik und Praxis der Performance Kunst

Die Performance Kunst hat sich in den 60er und 70er Jahren zu einer eigenständigen Kunstform entwickelt. Ihre Entstehung war beeinflusst von Antonin Artaud, Dada, den Surrealisten, der Situationistischen Internationalen und der Konzeptkunst. So reicht ihre historische Entwicklung, sowohl in die Bildende als auch in die Darstellende Kunst hinein.

Performance Kunst richtet sich gegen Auffassungen, nach denen nur dauerhaft existierende und verkäufliche Objekte relevante Kunst sind. Ihre Aufführungen werden als Antithese zum Theater formuliert und folgen nicht mehr einer konkreten Regelästhetik. Der Fokus liegt auf dem künstlerischen Ereignis, das nie in der gleichen Weise wiederholt wird. Performances sind situationsbezogen, handlungsbetont und vergänglich und hinterfragen die Trennbarkeit von Künstler*in (Autor*in) und Werk.

Weitere verwandte Strömungen sind u.a. Happenings, Fluxus, Aktionskunst und Body-Art.

Ausgehend von Arbeiten von Künstler*innen wie Marina Abramovic, Joseph Beuys und VALIE EXPORT ergründen wir die Entwicklung der Performancegeschichte und ihrer Ästhetik mit Fokus auf die 60er, 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Neben der Analyse unterschiedlichster Arbeiten stehen die individuelle Arbeitspraxis und die Methoden der Künstler*innen im Vordergrund. Zur Vertiefung der unterschiedlichen Diskurse werden elementare Texte gelesen (John L. Austin, Judith Butler, Erika Fischer-Lichte, et al.). Die Studierenden werden in Kleingruppen ihre eigenen Performances erarbeiten und am Ende des Workshops präsentieren.

Ein Anfang

Regie /

Regieprojekt von Elias Emmert

Premiere Juli 2021 Weitere Vorstellung 15. November 20 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele Tickets unter https://kammerspiele.muenchenticket.net/
Mit Daniela Gancheva, Nellie Fischer-Benson, Joshua Kliefert Regie Elias Emmert Dramaturgie Carlotta Huys

Teils als Reenactment einer Paartherapie, teils als Aneignung der Figuren und ihrer Herausforderungen, entwirft „Ein Anfang“ eine Utopie, in der ein anderes Reden in und über Beziehungen möglich ist, und in der alle Beteiligten gestaltend auf ihre unmittelbare Umwelt einwirken können. Ausgehend von einer romantischen Beziehung wird im therapeutisch begleiteten Erkennen von eigenen und strukturell verankerten Mustern, sowie der Begegnung mit der Vergangenheit als Paar und allein, ein anderes Miteinander auch im gesamtgesellschaftlichen Rahmen denkbar.