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Absolvent*innen vorsprechen

Schauspiel / 28.11.2020 /

Der Abschlussjahrgang 2021 // Link zum Mitschnitt des AVOs unter + Details öffnen zu finden

© Julian Baumann

→ Mitschnitt Absolvent*innenvorsprechen 2020

 

 

→ Film „Dabei sein ist alles“

Archiv

Labern übers eigene Land #9

Regie /

Konzept und Umsetzung: Caroline Kapp und Julia Nitschke

am 20.11.2020 um 20:00 Uhr und 21.11.2020 um 19:00 Uhr // Pathos Theater München, Dachauer Straße 116, 80636 München

Julia Nitschke und Caroline Kapp arbeiten seit 3 Jahren als stonekollektiv an sozial engagiertenpartizipatorischen Performances.

In der neunten Ausgabe ihres Performanceformats ‚Labern übers eigene Land‘ beschäftigen sie sich mit der brutal schönen Mädchen-Kriegerin SAILOR MOON. Wie ein Mondstein werden sie nach Belarus fliegen und mit der weißrussischen Autorin Swetlana Alexijewitsch fragen, warum der Krieg ein weibliches Gesicht hat. Dieser Krieg führt auch ins Netz zu den technofeministischen Kriegerinnen des 21. Jahrhunderts. Wieso kämpfen Frauen und wie wollen Wir kämpfen?

„Mondstein, flieg und sieg!“

Der Titel der Performance ist eine direkte Referenz an das Format Reden übers eigene Land: Deutschland. Dieses fand zwischen 1983 und 1995 an den Münchner Kammerspielen statt. Bereits der Titel der Reden übers eigene Land hatte eine ambivalente historische Referenz: jene Reden an die deutsche Nation, die Johann Gottlieb Fichte 1807 bis 1808 hielt. Fichtes Reden, sollten der Nationalerziehung dienen, durch eine Züchtigung der Jugend und eine Polemik gegen „jene weichliche Führung der Zügel des Staates, die mit ausländischen Worten sich Humanität, Liberalität und Popularität nennt, die aber richtiger in deutscher Sprache Schlaffheit und ein Betragen ohne Würde zu nennen ist.“

Labern übers eigene Land #8

Regie /

Konzept und Umsetzung: Caroline Kapp und Julia Nitschke

am 29.10.2020, 18:00 – 20:00 Uhr // Impossible Library, Waterloostr. 43, 22769 Hamburg

Das stonekollektiv offenbart mit ihrer spezifischen Laberperformancetechnik und einer Prise Fluxus Inhalte aus der Impossible Library. Die Impossible Library ist ein Projektraum in Hamburg, der Künstler*innen einlädt sich mit ihrem Bestand aus mehr als 1000 unabhängigen Magazinen und Zines zu beschäftigen. In den Residencies und Veranstaltungen fragen sie nach dem Verhältnis von subversivem Publizieren und Gesellschaft. Der Rolle von Archiven im digitalen Kapitalismus. Der Produktion von Öffentlichkeit durch Menschen, Publikationen, Räume. Und nach Alternativen zu festgeschriebenen Kulturen, nach Nischen, Lücken, Gegenwart, Zukünften. Alles was dem stonekollektive in die Hände kommt, wird in ihre messy Wissensproduktion einfließen. Das dort gesammelte Wissen, braucht einen Körper, um wiederbelebt, erinnert zu werden. Warum nicht zwei Feminist*innen? Entgegen ihrer sozialisierten Rolle der Frau will das stonekollektiv wirklich nicht aufräumen, sondern sich lieber vom Archiv leiten lassen und Kontrolle abgeben. Dabei entsteht eine performative Labersesssion.

Die Regisseurin Caroline Kapp (München) und die Performancekünstlerin Julia Nitschke (Bochum) arbeiten seit 3 Jahren als stonekollektiv an sozial engagierten partizipatorischen Performances.

www.impossiblelibrary.com

Recht(s) – Über das Verbrechen an Marwa El-Sherbini

GastspielRegie /

Projekt 2. Jahrgang Regie von Ayşe Güvendiren

© Anna Knöller

am 24. und 25. Oktober 2020 um 20 Uhr im Rahmen des rodeo Festivals auf Probebühne 1 der Münchner Kammerspiele Premiere 5. Juli 2019 um 20 Uhr im Hoch X Weitere Vorstellungen 6. und 7. Juli 2019 um 20 Uhr
Mit Amie Jammeh, Anna Mattes, Jannik Mioducki Inszenierung Ayşe Güvendiren Bühne Anna Knöller Kostüm Melina Poppe Musik Florian Paul Dramaturgie Tunay Önder Mentor Nuran David Calis

Am 01. Juli 2009 wird Marwa El-Sherbini im Landgericht Dresden von einem islamophoben Gewalttäter niedergestochen. Ein heran eilender Bundespolizist schießt auf El-Sherbini’s Ehemann Elwy Ali Okaz, der mit dem Angreifer um die Tatwaffe ringt. Der Ehemann überlebt den Gewaltexzess nur knapp. Marwa El-Sherbini stirbt an ihren Verletzungen.
Wie konnte es zu so einem Blutbad kommen? Wie steht es um die Verantwortung der Justiz? Hätte wirklich „niemand ahnen können, dass der Angreifer zu so einer Tat fähig ist“, wie es in einer Stellungnahme der Behörden heißt? Oder reicht der Erfahrungshorizont innerhalb der Justiz einfach nicht aus, um die Gefahren, denen Betroffene rechter und rassistischer Gewalt ausgesetzt sind, richtig einzuschätzen?
Die Arbeit „Recht[s]“ versucht Bedeutungsschichten des Mordfalles El-Sherbini freizulegen. Um bislang Unerhörtem auf die Spur zu kommen, wird die Geschichte neu befragt.

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München​

Gegensätze / Gegen Sätze

GastspielRegie /

Performance

am 17. Oktober 2020 um 21 Uhr im Rahmen des rodeo Festivals im Pepper Theater Neuperlach / Regieübung im Januar 2019 schulöffentlich in Kammer 3
von und mit Ayşe Güvendiren in Zusammenarbeit mit Journalistin Nabila Abdel Aziz, aus „The Muslim Story“

Ayad Akhtars Stück „Geächtet“ erobert seit 2016 die deutschsprachige Theaterlandschaft. „Theater heute“ wählt es zum „besten ausländischen Stück des Jahres“. „Der Spiegel“ beschreibt es als „das Stück der Stunde“. „Die Zeit“ nennt es „das perfekte Drama für Deutschland nach der Kölner Silvesternacht“. Doch was ist das Erfolgsrezept dieses Textes über ein scheinbar harmloses Dinner zweier Paare, deren Gespräch schnell um das Thema Islam kreist? Welcher Denkkorpus verhilft dem Stück zu seinem Durchbruch?​

„Ich sehe was, was du nicht siehst“ …

​Ein Gegenplädoyer.

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München

messy history lessons

AbschlussinszenierungRegie /

Abschlussinszenierung Regie von Caroline Kapp

Premiere am 2. Oktober 2020 um 20 Uhr im Schwere Reiter München Weitere Vorstellungen am 3. Oktober um 17 und 21 Uhr Karten 9 Euro / ermäßigt 6 Euro über www.schwerereiter.de

Mit Marie Bloching, Sina Dresp, Shirin Eissa, Daniela Gancheva, Kira Kayembe Inszenierung Caroline Kapp Bühne Teresa Häußler Kostüm Cordula Schieri Ton Florian Wulff Licht Joannis Murböck Schnitt Laura Kansy Video Kristina Kilian und Camille Tricaud Grafik Desiree Kabis Virtuelle Animation Muschirf Shekh Zeyn Künstlerische Mitarbeit Jan Grosfeld Dramaturgie Manon Haase und Laura Mangels

„Messy History Lessons“ versteht sich als dreiteilige Arbeit, bestehend aus einem analogen Report, einer digitalen Skizze für das Internet sowie einer performativen Umsetzung auf der Theaterbühne. Caroline Kapp schließt ihr Regiestudium an der Otto Falckenberg Schule München mit diesem Projekt ab. Zusammen mit ihrem Team untersucht sie Leerstellen der Erinnerungsarbeit weiblicher* Geschichtsschreibung. Sie fragen sich, wie Körper im Theater zu Trägern von Erinnerungen werden können und erschaffen eine Archäologie des Unsichtbaren. Fünf Frauen* beschließen die linearen Fäden der Geschichtsschreibung zu kappen und nach den Spuren einer möglichen, aber vergessenen Zukunft zu suchen.

Der Begriff der Messy History geht auf die Designerin Martha Scotford zurück. Ihr Messy Blick versucht die Vielfalt alternativer Ansätze und Aktivitäten aufzudecken, zu studieren und einzubeziehen. Eine Messy History ist nicht eine konventionelle Geschichte, sondern viele Geschichten, die verstreut liegen, die nicht in Monumental-Katalogen gelistet sind, die wir in der Bibliothek nicht finden können, weil sie nie verzeichnet worden sind.

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie konnte die Premiere im April 2020 im Pathos Theater München vorerst nicht stattfinden. Eine digitale Skizze der „Messy History Lessons“ wurde während der Zeit der flächendeckenden Ausgangsbeschränkungen und der Schließung der Probebühnen und Theater im März und April 2020 erarbeitet. Als performative Umsetzung für das Internet nutzt sie die Zeit der Quarantäne, um über (historische) Freiräume und Begrenzungen im Leben von Künstlerinnen und Frauen* nachzudenken und diese sichtbar zu machen.

Entstanden ist auch der Messy History Report. Er versammelt unbekanntere Texte von Autorinnen aus dem feministischen Kanon des letzten Jahrhunderts, die wieder in Umlauf gebracht werden sollen. Wenn Sie einen Text mit uns teilen wollen, der im nächsten Messy History Report publiziert werden sollte, schreiben Sie uns eine Mail: messy_history@free.de.

Das Projekt wird von der Richard Stury Stiftung gefördert.

Richard Stury Stipendium für Lennart Schürmann

Heute wurde unserem Regiestudenten Lennart Schürmann von Dr. Helmut Hess das Richard Stury Stipendium verliehen! Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und Unterstützung und gratulieren von Herzen! www.richard-stury-stiftung.de

Solidarität mit der SZFE

Wir, die Schüler*innen, die Lehrenden und die Mitarbeiter*innen der Otto Falckenberg Schule München, solidarisieren uns hiermit mit den Kolleg*inen der SZFE Budapest!
Wir sprechen uns aus gegen Nationalismus jeder Art sowie gegen rechtsextreme und antidemokratische Tendenzen in Europa. Einschränkungen der Kunstfreiheit sowie Angriffe auf die institutionelle Souveränität von Kunsthochschulen sind mit unserem Verständnis eines freien und demokratischen Europas nicht vereinbar! Die Kunst muss frei bleiben!