Otto  Falcken-
berg 
Schule 

Lennart Schürmann holt den Körber-Hattrick!

01.07.2022 /

Der Preis des Körber Studio Junge Regie 2022 geht an Lennart Boyd Schürmann für KLITTERN (aesopica). Die Siegerproduktion entstand an der Otto Falckenberg Schule in München, die damit nach 2020 und 2021 zum dritten Mal hintereinander mit dem Preis des KSJR ausgezeichnet wird. Wir beglückwünschen alle Beteiligten!

Freiheit – die ich meine

08.07.2022 /

Ein Gesangsworkshop der Otto Falckenberg Schule mit dem 3. Jahrgang Schauspiel Leitung Georgette Dee und Heinz-Peter Lange Vorstellungsbeginn 19:30 Uhr im Werkraum der Kammerspiele, weitere Vorstellung am 9.7.2022

Freiheit und Frieden ist, was wir uns alle wünschen. Und doch müssen die Menschen immer wieder darum kämpfen, müssen wir darum kämpfen – und zwar nicht nur auf der Weltbühne, sondern auch in unserem privaten Leben und Lieben. Wie kampflustig, kampfbereit ist man selber eigentlich, für Freiheit oder für Frieden? Wo geht es dann aber nur um Macht und Ohnmacht?

Baumasse (BM)

14.07.2022 /

Regieprojekt, mit Texten von Sivan Ben Yishai in einer Fassung von Sascha Malina Hoffman, weitere Vorstellungen am 15. und 16. Juli 2022 im Münchner Volkstheater um 20 Uhr. Tickets gibt es hier.

Mit David Attenberger, Abel Haffner, Nadège Meta Kanku, Annika Neugart Regie Sascha Malina Hoffmann Ausstattung Hannah Wolf

Baunutzungsverordnung // 2. Abschnitt – Maß der baulichen Nutzung (§§ 16- 21a)

§21 Baumassenzahl, Baumasse

(1) Die Pathologie betrachtet jetzt schon alles aus der Zukunft, voll Bedauern.

Mit Ihren Fingern fährt sie an den Schnitten entlang, die Blinden Schrift gebrochene Knochen.

Sie liest: Sie begannen mit der Kuppel // Ein Stapel Holz // ein Stapel Metall // ein Stapel Beton

(2) Baulücken und Leerstellen

(3) Die Stadt war weit weg, winzig. Brannte in der Ferne wie ein Stern im All.

WORK

19.07.2022 /

Festival der Otto Falckenberg Schule

Kurz vor den Sommerferien werden die Studierenden der Fachbereiche Schauspiel und Regie den Werkraum kapern. Eine friedliche Übernahme. Ein Take-Over und Glow Up durch Szenen, Monologe und Undefiniertes. In Regie und Eigenregie, zwischen Theater, Tanz und Performance. Im Fokus dieses Festivals soll der Austausch stehen. 

Kein einsames Theaterschauen mit einem schweigsamen Abgang, sondern ein gemeinsames Erleben. Mittels interaktiver Workshops und geleiteten Gesprächsformaten nach und während des Programms auf der Bühne werden die Grenzen des Theaterraums aufgebrochen. Performer*innen stehen den Zuschauer*innen nicht nur gegenüber, sondern treten aktiv ins Gespräch. Ein Gespräch über die Ausbildung, das Spielen auf der Bühne, über das Erleben von Theater und all die Fragen, die im besten Fall aufkommen.  WORK verspricht Arbeit. Und vor allem: Lust an der Arbeit. Nicht nur zeigt das Festival im Kontext ihrer Ausbildung entstandene Arbeiten und die Studierenden zugleich bei der Arbeit auf der Bühne, auch das Festival selbst gründet sich in all seinen Bereichen auf dem Engagement, der Organisation und der Arbeit der Studierendenschaft. Nach dem langen Covid-bedingten Ausbleiben öffentlicher Vorspiele, geht das WORK-Festival mit diesem Jahr in die zweite Runde und steht damit noch am Beginn einer bald wohl langjährigen Tradition. 

Archiv

Die dritte Generation

Drehbuch von Rainer Werner Fassbinder / Jahrgangsinszenierung 3. Jahrgang Schauspiel

Premiere 28. Januar 2022 um 20 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele Weitere Vorstellung 14.06.22 (Kurzversion) und 15.06.22 Tickets unter https://kammerspiele.muenchenticket.net/   Link zum digitalen Programmheft: Digitales PH Die dritte Generation
Mit Nellie Fischer-Benson, Isabell Antonia Höckel, Cornelius Kiene, Joshua Kliefert, Mia Maria Müller, Lea Reihl, Alvaro Rentz, Sammy Scheuritzel, Nils Thalmann, Arina Toni und Florian Voigt Regie Charlotte Sprenger Bühne und Kostüme Aleksandra Pavlović Dramaturgie Olivia Ebert Musik Jonas Landerschier Technik / Requisite Maxi Blässing, Paul Friedrich Günther, Leo Algrang Assistenz Regie und Bühne Paula Schlagbauer Assistenz Kostüm Leika Lütke

Foto: Emma Szabo

Ist es begreifbar, in welcher Gesellschaft wir leben? Wie wird es endlich anders? In der Tristesse des deutschen Winters 1978/79 sucht eine Gruppe junger Menschen Auswege aus den bürgerlichen und kapitalistischen Verhältnissen, die zur fortschreitenden Zerstörung von Welt und Selbst beitragen. Umgeben vom medialen Rauschen globaler Nachrichten, beeinflusst und überwacht durch Polizei und Kapital, spielen sie mit linksterroristischem Besteck. Auf groteske Weise entleert sind ihre schrillen Gesten, die sich gegen das systemische Außen wenden. Die Beziehungsweisen untereinander werden zum eigentlichen Schauplatz der notwendigen Revolution: die familiär und patriarchal eingeübten; und die Dynamiken innerhalb der Gruppe, als „das maximalste an möglichem Zusammenleben“ (RWF). Mit elf Studierenden der Otto Falckenberg Schule untersucht die Inszenierung von Charlotte Sprenger Rebellion und Depression einer jungen Generation.

 

Zur Regisseurin:

Charlotte Sprenger, 1990 in Hamburg geboren, studierte Angewandte Kulturwissenschaften. Von 2013 bis 2016 war sie Regieassistentin am Schauspiel Köln. Dort entstanden erste eigene Arbeiten, u. a. „Die roten Schuhe/Eine Liebe. Zwei Menschen“, von Fritz Kater und „Die Reise nach Petuschki“ nach Wenedikt Jerofejew. Charlotte Sprenger war Teil des Kuratorenteams, das die Außenspielstätte „BRITNEY“, des Schauspiel Köln leitete. In der Spielzeit 16/17 inszenierte sie dort die deutsche Erstaufführung von „Kleines“ von Hannah Moscovitch, gefolgt von einer Dramatisierung von Jonas Hassen Khemiris Roman „Alles, was ich nicht erinnere“, einer Uraufführung, die zum Festival „Radikal Jung“ nach München eingeladen wurde. Weitere Arbeiten entstanden im Theater der Keller in Köln, u. a. „Das Fest“ nach dem Film von Thomas Vinterberg, nominiert für den Kölner Theaterpreis und die Uraufführung von Wolfram Lotz’ „Fusseln“, die zu den Autorentheatertagen 2020 am DT in Berlin eingeladen wurde. Seit der Spielzeit 18/19 inszeniert sie darüber hinaus am Theater Bonn, am Deutschen Theater in Berlin und am Thalia Theater in Hamburg. Dort debütierte sie mit „Vor dem Fest“, nach dem Roman von Saša Stanišić, es folgten Opening Night nach John Cassavetes und „Die Politiker“ von Wolfram Lotz. Demnächst zeigt sie dort ETA Hoffmanns Sandmann. Mit „Die Dritte Generation“ von Rainer Werner Fassbinder stellt sie sich erstmals dem Münchener Publikum vor.

Rückenwind – Eine Ursendung

Roman von Max Urlacher in einer Bearbeitung des Autors Live-Hörspiel der Otto Falckenberg Schule
Eingerichtet von Frauke Poolman, Beginn 20:00 Uhr im Werkraum der Kammerspiele, weitere Vorstellung am 4.6.22, Tickets gibt es hier.

Aus dem 2. Jahrgang Schauspiel Abel Haffner, Nadège Kanku, Luca Kühl, Amélie Leclère, Johannes Schöneberger Aus dem 3. Jahrgang Schauspiel Isabell Höckel, Lea Reihl, Nils Thalmann Ton Johann Jürgen Koch Licht Maxi Blässing, Florian Limmer, Quirin Schacherl
Ein Held, der von der Bühne fällt, eine Kämpferin für ein Land, das es nicht gibt, ein Fußballer, der nicht mehr trifft, ein Hoden, der fliegt und ein Schnappschuss, der ewig anhält.

ACT NOW! Vol. 1

Szenen, Monologe und Eigenarbeiten der Studierenden der Otto Falckenberg Schule. Beginn 19 Uhr im Werkraum der Kammerspiele.

 

Szenen, Monologe und Eigenarbeiten aus dem 2. und 3. Jahrgang. Vorspiel des Workshops „Orchesterprobe“ von Camill Jammal mit dem 1. Jahrgang.

KLITTERN (aesopica)

Von Gregory Boyd Kuhlmann

/Abschlussinszenierung von Lennart Boyd Schürmann / in englischer und deutscher Sprache

Foto: María Constanza Meléndez Tohá

Premiere am 25. März 2022 Weitere Vorstellungen  27. und 28. Mai 2022 im Werkraum Tickets unter muenchner-kammerspiele.de
Mit Mervan Ürkmez, Elena Wolff, Stanislav Iordanov  Regie und Text Lennart Boyd Schürmann Dramaturgie Moritz Nebenführ Kostüme Carla Renée Loose Komposition Stanislav Iordanov Bühne Moritz Nebenführ, Lennart Boyd Schürmann Künstlerische Beiträge Achinoam Alon, Nora Kapfer, Flora Klein Outside Eye Tarun Kade Licht Maxi Blässing Ton Paul Friedrich Günther Technik Markus Bührend, Maxi Blässing, Paul-Friedrich Günther, Leo Algrang Technische Produktionsleitung Rainer Bernt Technische Zeichnungen Maxim Weirich Grafik Christian Eisenberg

English version below

KLITTERN (aesopica) entwirft anhand von Variationen der Fabel Der Wolf und das Kitz als Musikanten, die dem antiken Dichter und Sklaven Aesop zugeschrieben wird, unterschiedliche Figurationen von Widerstand innerhalb asymmetrischer Machtverhältnisse.

Ein Schaf trifft abseits der Herde auf einen Wolf. Um nicht gefressen zu werden, erdenkt es eine List. Es bittet den Wolf, begleitet von dessen Flötenspiel noch ein letztes Mal tanzen zu dürfen. Der Klang der Musik ruft den Hirtenhund herbei. Das Schaf kann fliehen.

Über den Umweg der Tierwelt ermöglicht die konzentrierte dramatische Struktur der Fabel, widerständige Taktiken modellhaft zu erkunden. Dabei werden insbesondere solche Szenarien von Herrschaft adressiert, in denen für die Unterlegenen zur Verwirklichung der eigenen Interessen kein Rekurs auf offizielle Institutionen oder legitime Formen politischer Macht aussichtsreich erscheint. Figuren der Nicht-Partizipation und des Entzugs treten auf den Plan: Strategien der Camouflage, Praktiken der Freundschaft, Prophetien radikalen Wandels, ästhetizistische Kompensationen, apokalyptische Phantasien und mystische Verwandlungen.

Die Performanz solcher Gesten wird in exemplarischen Szenarien entfaltet, wobei der simple Plot der Fabel in wechselnde Genres verkleidet immer wieder neu zur Aufführung gebracht wird. Die titelgebende Methode des ‘Klitterns’ – das zumutungsvolle Verdrehen und Verbinden von disparaten Materialien gemäß einer den Tatbestand des groben Unfugs zu erfüllen scheinenden Agenda – ist durch das autorschaftliche Alter Ego G. Boyd Kuhlmann personifiziert, das auf den mystischen Liebesdichter Quirinus Kuhlmann aus dem 17. Jahrhundert sowie auf den B-Movie Pionier des erotischen Thrillers der 1990er Jahre Gregory Dark rekurriert.

Gefragt wird in besonderem Maße nach der Rolle von Kunst innerhalb des Beziehungsgefüges von Macht und Widerstand, in dem vermeintlich autonome Phantasiebildungen immer auch politisch situierte Handlungen sind. Im Stück werden die verschiedenartigen künstlerischen Praktiken der beteiligten Performer:innen – darunter die Schauspieler:in und Kabarettist:in Elena Wolff und der Musiker und Künstler Stanislav Iordanov – in je spezifische Konfigurationen dieses Verhältnisses übersetzt und fungieren als strategisches Repertoire widerständiger Techniken angesichts des Gewaltpotentials von Herrschaft.

Gemeinsam mit dem Dramaturg und Kurator Moritz Nebenführ wird die Bühne der Kammerspiele in einen Ausstellungsraum verwandelt, der neben einer idiosynkratischen Textsammlung Arbeiten der bildenden Künstlerinnen Achinoam Alon, Nora Kapfer und Flora Klein zeigt, deren Status zwischen Anschauungs- und Anwendungsgegenstand wechselt. Begleitet zudem von Kostümen der Modemacherin Carla Renée Loose eröffnet KLITTERN (aesopica) praktische wie kontemplative Perspektiven auf die Schönheit zerbrechender Ordnungen.

Mit Materialien von Kathy Acker, Aesop, Gregory Dark, Alexandra Kollontai, Quirinus Kuhlmann, Peter Kropotkin, George Jackson et al.

Eine Koproduktion der Otto Falckenberg Schule/Münchner Kammerspiele und

Eingeladen zum Körber Studio Junge Regie, Thalia Theater, Hamburg, Juni 2022.

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Kunstverein München, OTTE Metallbau, Richard Stury Stiftung, Streitfeld.

ENGLISH VERSION

„Seltsam leuchtendes Kunstwerk“ Egbert Tholl in der Süddeutschen Zeitung

„Es kommt einem der Gedanke, man sei in einer hippen New Yorker Underground-Galerie in den Siebzigerjahren und träfe dort drei Menschen von ganz eigentümlicher Wesenhaftigkeit: die durch nichts aus der Bahn zu werfende Schauspielerin Elena Wolff, den auf freundlichste Art in sich verschrobenen Musiker Stanislav Iordanov und den irisierenden, tanzenden Performer Luis Garay. Die Drei stammen aus Österreich, Bulgarien und Kolumbien, mehrheitlich ist ihre gemeinsame Bühnensprache ein genuscheltes Englisch, aber das schmälert die Faszination dieses fein leuchtenden Kunstvorgangs keineswegs.“

Früchte des Zorns

Regieprojekt von Elias Emmert nach dem Roman von John Steinbeck

Premiere am 20. Mai, weitere Vorstellungen am 21. und 22. Mai im Werkraum der Kammerspiele

Grafik: Lisa Hingerl

Mit Nellie Fischer-Benson, Sammy Scheuritzel, Joshua Kliefert, Carolin Wege, Walter Hess, Nora Buzalka, Luise Hart Regie Elias Emmert  Dramaturgie Carlotta Huys Bühnen-und Kostümbild Marleen Johow Musik Alexander Zwick Regieassistenz Lisa Plank Bühnenbearbeitung von Frank Galati
“Jede*r kann es schaffen!” so propagiert es der amerikanische Traum, der schon längst ein globaler ist. In seinem epochalen Roman FRÜCHTE DES ZORNS stellt John Steinbeck jedoch die Dekonstruktion dieses Mythos ins Zentrum seiner Erzählung. Eine Farmersfamilie muss nach Jahren der Dürre und wachsendem ökonomischem Druck ihr Zuhause aufgeben. Mit dem unerschütterlichen Glauben an eine goldene Zukunft ziehen sie gen Westen, wo die Wirtschaft boomt und es angeblich gute Arbeit für jede*n gibt. Dort werden die Geflüchteten nicht nur “als Belastung, sondern als Chance” betrachtet – doch als Chance für wen?
Der Hoffnung bringende amerikanische Traum entlarvt sich als geschickte Marketingstrategie, die Ausbeutung und Individualisierung befördert, während die gesichtslosen Banken und Superreichen immer mehr Besitztümer anhäufen – und Gemeinschaften zerbrechen. In dieser Inszenierung von FRÜCHTE DES ZORNS wird am Mikrokosmos Familie erlebbar, mit welcher zerstörerischen Kraft der Kapitalismus in unsere Beziehungen hineinwirkt und was dieser Kraft vielleicht entgegenzusetzen ist.  

R-Faktor von Ayşe Güvendiren beim Heidelberger Stückemarkt!

© Nicole Marianna Wytyczak

Wir gratulieren Ayşe Güvendiren und dem Produktionsteam von R-Faktor zur Einladung zum Heidelberger Stückemarkt! Nähere Informationen und Karten finden Sie hier.

Die Suche nach dem Guten Leben

Premiere am 19.3.2022 im Hofspielhaus Bei dieser Veranstaltung gilt die 2g plus Regel. Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung ist 2G+ um Voranmeldung wird gebeten unter paula.schlagbauer@ofs-muenchen.de
Mit Arina Toni, Cornelius Kiene und Nicolai Kaps Text Elisabeth Pape und Jona Stoll Bühne und Kostüme Paula Meuthen Regie Paula Schlagbauer Musik Antonis Antoniadis

Die Suche nach dem GUTEN LEBEN ist ein Projekt von Studierenden der Otto Falckenberg Schule München und Universität der Künste Berlin

HOMO CORVUS // EINE MANIFESTATION – Der verschwindende Einfluss von Tier- und Pflanzenarten, der Verlust von physischen, aber auch emotionalen Lebensräumen und Ressourcen sind zentrale Themen unserer Gegenwart. Dem analytischen Blick der Wissenschaft und den politischen Aktionen und Programmen stellt Dana First in ihrer Ausstellung HOMO CORVUS // EINE MANIFESTATION im Hofspielhaus künstlerische Positionen im exemplarischen Konnex zwischen Getier und Raaben gegenüber. Der ursprüngliche Habitatsbegriff des guten Lebens soll im Kontext des individuellen künstlerischen Arbeitens erweitert werden