Otto  Falcken-
ber
Schule 

Sommerferien

Wir sind in den Ferien und starten am 12. September mit frischer Energie ins neue Studienjahr!

werk it! 2

21.07.2017 /

Minifestival der Regieausbildung

Am 21. Juli 2017 um 19.30 Uhr in Kammer 3 der Münchner Kammerspiele Karten 12 € / erm. 6 € (inkl. MVV) gibt es unter www.muenchner-kammerspiele.de
„Werk it! 2“ ist ein Best-of der kleinen Formate, Übungen und Skizzen, die während des vergangenen Jahres von Regiestudierenden der Otto Falckenberg Schule schulintern präsentiert wurden und die nun exklusiv und einmalig einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt werden.

„Circle Jerk“ mit Bekim Latifi und William Cooper, von Jacqueline Reddington, 2. Jahrgang Regie

Pause

„Atta – Aleppo“ mit Klara und Maria Wördemann, von Caroline Kapp, 1. Jahrgang Regie

Pause

„Don’t Worry Be Yoncé“ (XS Edition) von und mit Stephanie van Batum und Stacyian Jackson, 4. Jahrgang Regie

EXTRA

„Ein Ikarus. Seien wir realistisch, wagen wir das Unmögliche.“
Dokumentationsvideo eines Stadtrundgangs von Moritz Hauthaler, 2. Jahrgang Regie

„Egoewigkeit“
von Moritz Hauthaler, 2. Jahrgang Regie

Don’t Worry Be Yoncé

Abschlussinszenierung Regie von Stephanie van Batum

© Florian Schaumberger

Premiere am 17. Mai 2017 in Kammer 3 der Münchner Kammerspiele Weitere Vorstellungen am 31. Mai um 20 Uhr Karten 9 € / erm. 5 € (inkl. MVV) gibt es unter www.muenchner-kammerspiele.de
Stephanie van Batum Florian Schaumberger Bettina Kirmair Antonia Leitgeb Julia Pfänder, Fiona Hamann Volker Michl Steffen Roßmanith Rebecca Thoß Mit Henrike Commichau, Stacyian Jackson, Mona Vojacek Koper

© Florian Schaumberger

© Josef Beyer

© Josef Beyer

© Josef Beyer

© Josef Beyer

Diva, queen, sex bomb, mother, business woman, wife, feminist – #FLAWLESS.

Beyoncé ist alles. Beyoncé hat alles. Warum dann nicht Beyoncé werden?

Let Us Upgrade U: Don’t Worry Be Yoncé ist ein einfaches Tutorial für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene, das in wenigen Schritten vorführt, wie jede*r Beyoncé werden kann. Liberté, Egalité, Beyoncé: Because everyone deserves to be Bey.

Lecture Performance in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Pony Camp: Troilus & Cressida

Projekt 3. Jahrgang Regie von Stephanie van Batum

Premiere 26. Januar 2016 Ort Einstein Kultur, Halle 4 eingeladen zum Körber Studio Junge Regie 2016, zum Amsterdam Fringe Festival 2016 und zum Shakespeare Festival im Globe Neuss 2017
frei nach William Shakespeare Übersetzung Chris Alexander Regie Stephanie van Batum Bühne Lucas Groß Video/Ton Florian Schaumberger Dramaturgie Katharina Nay, Christine Milz Regieassistenz Rebecca Thoß Besetzung Tom Afman, William Bartley Cooper, Colin Hausberg, Stacyian Jackson, Bekim LatifiCyril Manusch, Louis Nitsche

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

Der Krieg und der Belagerungszustand Trojas werden in „Pony Camp: Troilus & Cressida“ zu einem Tanzstall ausgelaugter homerischer Helden. Auf der Grundlage von Shakespeares Troilus und Cressida mutiert der Trojanische Krieg zu einem Hort der zynischen Langeweile und Sinnlosigkeit, der hohlen Phrasendrescherei und entpuppt sich letztlich als ein Lustgarten männlicher Eitel- und Lächerlichkeiten. Doch der Kampf geht weiter – einzig, weil er irgendwann einmal begonnen hat. So did you enjoy the war, honey?

Die Produktion ist zweisprachig (deutsch/ englisch).

Helden in Trainingsanzügen

Der Bass dröhnt durchs Globe, auf der Empore über der Bühne winkt eine prächtig gekleidete junge Frau im Takt, wie es die Queen nicht besser könnte. Ein junger Mann in Anzug und Krawatte steht vor einem Mikro und scheint auf seinen Einsatz zu warten, hinter ihm bewegen sich drei Schatten in einem Zelt rhythmisch zum harten Bass. Bierkästen am Rand, Schießer Feinripp an Wäscheleinen – dieses Heerlager der Griechen vor Troja sieht so gar nicht nach dem von künftigen Helden aus. Das gilt auch für Agamemnon, Odysseus und die anderen, die in Trainingsanzügen rumlaufen.

Spaßtheater, jung, frech – das alles trifft wie kaum etwas anderes auf das zu, was Regisseurin Stephanie van Batum und die Schauspielschüler des dritten Jahrgangs der Münchner Otto-Falckenberg-Schule im Globe zeigen. Shakespeares in Deutschland wenig gespieltes Drama „Troilus und Cressida“ ist nur die Folie, wird gar in van Batums Inszenierung fast gänzlich von einer schrillbunten Mischung aus Videos, Tanz, Musik und Spiel zugedeckt.

Wenn das Leben (im Krieg sowieso) kein Ponyhof ist, muss es wenigsten für eine Zeit im „Pony Camp“ reichen. Spaß haben, Spiele spielen, die Welt außen vor lassen – das zelebrieren die vermeintlichen Helden mit erotisch-akrobatischen Tänzen und derben Wortduellen. Achilles (Colin Hausberg) vertändelt die Zeit mit seinem Lover Patroklus (William Cooper), Ajax (Bekim Latifi) gibt den Wüterich, solange kein Gegner da ist, Agamemnon (Cyril Manusch) und Odysseus (Louis Nitsche) intrigieren, was das Zeug hält. Warum die Aufführung zweisprachig ist, erschließt sich nur über die Zuordnung: Die Griechen reden in der Regel deutsch, die Trojaner englisch. Muss nicht sein, aber van Batum hat da in erster Linie aus der Not eine Tugend gemacht: Zwei Darstellern fehlt es an Deutschkenntnissen für das Stück.

Mit großer Lust führt die Regisseurin das Pathos der Männer vor, macht aus Helden kleine Würstchen. Kraft und Stärke sind weiblich – sichtbar in der zur Lara Croft mutierten Cressida (Stacyian Jackson).

Die Schauspieler setzen das mit ebenso großer Lust am Spiel um. Cooper als personifizierte Karikatur eines Schwulen, Latifi als tumber Möchtegernheld Ajax, Hausberg als gelangweilter Achilles, Manusch als machtgeiler Agamemnon, Nitsche als bauernschlauer Odysseus, Jackson als spöttische Helena und auch als liebende, wütende und schließlich dominante Verführerin Cressida – jeder gibt seiner Rolle die richtige Farbe. Wobei jeder fast unmerklich auch zum trojanische Pendant wird (Agamemnon/Priamos, Ajax/Hector …), ohne den Grundcharakter seiner Mann-/Frau-Rolle zu verändern, was den Gender-Fokus der Inszenierung schärft.

Erzähler Tom Afman fällt ein bisschen raus. Kommentiert pointiert als Beobachter – quasi als (antiker) Chor – die komplizierte Schlacht-Geschichte samt Liebesdrama. Und als Troilus auf der Bühne und im Zuschauersessel ist er ein Mitspieler, der mit dem Hin und Her herrlich ironisch umgeht.

 

Rheinische Post, 7. Juli 2017

Don Quijote

Ein Live-Hörspiel des 3. Jahrgangs Schauspiel

Premiere am 4. Mai 2017 um 20 Uhr in Kammer 3 der Münchner Kammerspiele Weitere Vorstellung am 5. Mai 2017 um 20 Uhr Karten 9 € / erm. 5 € (inkl. MVV) gibt es unter www.muenchner-kammerspiele.de
Es sprechen, spielen, kämpfen, fechten und vieles mehr: László Branko BreidingWilliam Bartley CooperVera FlückLea Johanna GesztiLina HabichtMax KrauseBekim LatifiCyril ManuschLouis NitscheAnna Katharina Platen Künstlerische Leitung: Frauke Poolman Ton: Brigitte Fischer

Vom Lesen zu vieler Ritterromane ganz verrückt geworden, glaubt Alonso Quijano, nun selbst ein Ritter zu sein. Er macht sich auf den Weg und stürzt sich in jedes Abenteuer, das auf ihn wartet.
Als Don Quijote kämpft er gegen Riesen, Hammelherden, Windmühlen und Weinschläuche. Und wird doch aus Schaden niemals klug.

Volumnia

Performance nach Shakespeares Coriolanus von Jacqueline Reddington

eingeladen zum UWE Festival am 26. und 27 Mai 2017 ab 13 Uhr in der Alten Bibliothek, Bayerische Theaterakadmie August Everding Karten gibt es über die Bayerischen Staatstheater
Inszenierung Jacqueline Reddington Bühne und Kostüme Louis Panizza Video Nicolai Kovács Mit Ann-Marie Domnig, Niklas Herbert Wetzel

In unserem Newsfeed lesen wir von entscheidenden Wahlen, weltweiten Umbruchphasen und politischer Polarisierung. Wenden wir unseren Blick auf ein Land, das sich Rom nennt.
Obwohl der adelige Kriegsheld Coriolanus die breite Volksmasse verachtet, kandidiert er dennoch für den Posten des Konsuls, das Amt des höchsten römischen Volksvertreters.
Nach mehreren öffentlichen Eskapaden von Coriolanus hängt der Ausgang der Wahl, und damit auf der Status quo, in der Schwebe. Wird seine Mutter Volumnia ihn wieder auf die Bahn ihrer verfolgten Ziele leiten können?

Volumnia will dir ihren Sohn persönlich vorstellen. Glaube nicht alles, was du im Internet liest. Schau hinter die Fassade: Was sind die Mechanismen der Machtmaschinerie? Du bist herzlich eingeladen. Die edle Mutter des Wahlkandidaten hat nichts zu verbergen.
#MeetAndGreet#SorryNotSorry#ForgiveAndForget

Jeweils nur ein*e Zuschauer*in!

Dostojewskij-Trip

Projekt 2. Jahrgang Regie von Moritz Hauthaler

Premiere am 7. April 2017 um 19.30 Uhr im Einstein Kultur, Halle 4  Weitere Vorstellungen am 8. und 9. April um 19.30 Uhr Karten 9 € / erm. 5 € (inkl. MVV) gibt es unter www.muenchner-kammerspiele.de und an der Abendkasse im Einstein Kultur
Regie Moritz Hauthaler Xaver Unterholzner Josefine Gindorf Selina Lieb Vanessa Ivan Constantin John Daria Cheremisinova Götz Leineweber Mit Marie-Joelle Blazejewski, Lennard Eger, Rosa Falkenhagen, Marcel Herrnsdorf, Nora Schulte, Janus Torp, Niklas Herbert Wetzel

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

Text. Droge. Rausch.„Aufgabe junger Theatermacher*Innen kann nur sein, an der hohen Qualität dieser Droge zu arbeiten. Nur wenn sie so gut ist wie andere moderne Drogen, hat sie eine Existenzberechtigung. (…) Dazu muss im Theater die Sehnsucht nach starken Gefühlen befriedigt werden…“ (Sorokin).

Postapokalypse. Ein Dealer versorgt eine Gruppe Junkies mit neuem, erstklassigem Stoff – mit Dostojewskij. Die Droge verwandelt die Konsumenten in Figuren des Klassikers Der Idiot. Der Gruppentrip verwildert zu einem ekstatischen, tödlichen Rausch bis teils für die Spieler und das Publikum Wahn und Wirklichkeit nicht mehr zu unterscheiden sind. Text als Rausch, Theater als Droge, Droge als Widerstand/ Flucht.

Dostojewskij-Trip befasst sich mit den Auswirkungen von Ideologien als Ausgangspunkt für Betrug, Hass und Mord und der Frage, wem es im 21. Jahrhundert überhaupt noch erlaubt ist zu träumen bzw. erlaubt sein wird?

Aufführungsrechte: Verlag der Autoren, Frankfurt am Main

Literatur als Droge? Was wohl normalerweise nur Literatur-Junkies erfahren, macht Regiestudent Moritz Hauthaler mit „Dostojewskij-Trip“ im Einstein Kultur erfahrbar: Malin Klinski hat über ihren Trip mit M94.5-Moderator Manuel Andre gesprochen.

K13: Dostojewskij-Trip

m94,5