Otto  Falcken-
ber
Schule 

Bewerbungsverfahren Schauspiel läuft / Bewerbungsfrist endet am 14. Mai! / Bewerbungsverfahren Regie läuft // Bewerbungsfrist endet am 28. Mai! / Weitere Infos und Fristen unter dem Menüpunkt "Ausbildung"

Zum Teufel mit der Realität

Bewegung / 13.05.2021

© Mehmet Vanli

Konzept Alvaro Rentz Dancers + performing artists Sonja Christl, Laura Manz, Alvaro Rentz, Florian Voigt Video Valentino Rentz Musik (improvised Drums) Jorid Lukaczik
Ausstrahlung 13. Mai 2021 unter www.schwerereiter.de (unbefristet abrufbar)

© Mehmet Vanli

© Mehmet Vanli

© Mehmet Vanli

„Man muss in der Gegenwart leben, jede Sekunde mit Haut und Haar verschlingen, sich an ihr sättigen.“ – Jacques Lusseyran.

Wie nehme ich meine Umwelt war? Wie setze ich mich in Beziehung zu eben dieser Welt und zu den Menschen, die mich umgeben? Wie sehe ich die Welt? Dies sind Fragen, die Jacques Lusseyran in seinem Buch „Das wiedergefundene Licht“ beleuchtet und welche in seinem Leben eine große Rolle gespielt haben. Mit seinen Texten liefert er keine Antworten, sondern lediglich bildhafte und lyrische Beschreibungen seiner Erfahrungen. Und so haben auch wir uns auf die Suche begeben, nicht nach Antworten sondern nach Erfahrungen: ein Experiment, in dem wir herausfinden wollen, wie wir persönlich erfahrbar machen können, was Lusseyran beschreibt. Ein Experimentieren zum Leben, oder zur Liebe, wie Lusseyran es beschreiben würde und zu unserer Sicht auf diese Welt – etwa hundert Jahre später wollen wir erleben, was dieser junge Mensch beschrieben hat.

R-Faktor

AbschlussinszenierungRegie / 25.05.2021 /

Das Unfassbare

© Nicole Marianna Wytyczak

schulinterne Premiere 7. April 2021 Weitere Vorstellungen/Stream 25. Mai 2021 Gastspiel/Stream am 3. Juni 2021 um 17 Uhr im Rahmen vom Körber Studio Junge Regie
mit Şafak Şengül Regie, Recherche, Textcollage Ayşe Güvendiren Bühnen- und Szenenbild Theresa Scheitzenhammer Kostüm und Maskenbild Melina Poppe Dramaturgie Carlotta Huys Sounddesign und Musik Sophia Jani Regieassistenz Suvi Schrank Regiehospitanz Lisa Fricke Dramaturgieassistenz Tassilo Pyko Bühnenbildassistenz und Mitarbeit Szenenbild Jiannis Murböck Kamera und Schnitt Louis Dickhaut Schnitt Oliver Buchalik Licht Maxi Blässing, Dominik Büchl Ton Friedo Günther Video Markus Bührend, Jens Baßfeld Komparserie Lisa Fricke, Suvi Schrank Mentorin Nora Abdel-Maksoud

© Nicole Marianna Wytyczak

© Nicole Marianna Wytyczak

© Nicole Marianna Wytyczak

»Erlebst du das tatsächlich so? Das kann doch nicht sein!« Dieser Unglaube schlägt rassismuserfahrenen Menschen, sobald sie der Dominanzgesellschaft von ihren Erlebnissen erzählen, regelmäßig entgegen.
Das Abwägen über den Wahrheitsgehalt ihrer Berichte beansprucht die weiße Mehrheitsgesellschaft in der Regel für sich.
In Anlehnung an dieses weiße Selbstverständnis einer Deutungshoheit laden BIPoC Kunst- und Kulturschaffende in »R-Faktor. Das Unfassbare«, einer politischen Late Night Show, nun selbstermächtigend dazu ein, über ihre Erfahrungen in der weiß dominierten Kunst- und Kulturbranche
zu urteilen. Entscheiden Sie: Ist es Fakt oder Fiktion?
Gemeinsam mit dem Publikum verfolgt eine Moderatorin die fiktionalisierten Berichte eines Schauspielstudenten, einer Film-Studentin, einer Regieassistentin und zwei Schauspielerinnen. Sie alle eint der R-Faktor: der Rassismus-Faktor und seine Reproduktion. Denn auch in Kulturinstitutionen, den selbsterklärten Orten einer künstlerischen Utopie, dominieren die strukturellen Ungleichheiten der Gesellschaft ihren Berufsalltag. Entwickelt aus Interviews mit 30 BIPoC Kunst- und Kulturschaffenden, bildet »R-Faktor« eine Wirklichkeit ab, vor der ihre weißen Kolleg*innen die Augen verschließen.

messy history lessons

AbschlussinszenierungRegie / 31.05.2021 /

Abschlussinszenierung Regie von Caroline Kapp

Premiere am 2. Oktober 2020 um 20 Uhr im Schwere Reiter München Weitere Vorstellungen am 3. Oktober um 17 und 21 Uhr Gastspiel/Stream am 31. Mai 2021 um 20 Uhr im Rahmen vom Körber Studio Junge Studio

Mit Marie Bloching, Sina Dresp, Shirin Eissa, Daniela Gancheva, Kira Kayembe Inszenierung Caroline Kapp Bühne Teresa Häußler Kostüm Cordula Schieri Ton Florian Wulff Licht Joannis Murböck Schnitt Laura Kansy Video Kristina Kilian und Camille Tricaud Grafik Desiree Kabis Virtuelle Animation Muschirf Shekh Zeyn Künstlerische Mitarbeit Jan Grosfeld Dramaturgie Manon Haase und Laura Mangels

„Messy History Lessons“ versteht sich als dreiteilige Arbeit, bestehend aus einem analogen Report, einer digitalen Skizze für das Internet sowie einer performativen Umsetzung auf der Theaterbühne. Caroline Kapp schließt ihr Regiestudium an der Otto Falckenberg Schule München mit diesem Projekt ab. Zusammen mit ihrem Team untersucht sie Leerstellen der Erinnerungsarbeit weiblicher* Geschichtsschreibung. Sie fragen sich, wie Körper im Theater zu Trägern von Erinnerungen werden können und erschaffen eine Archäologie des Unsichtbaren. Fünf Frauen* beschließen die linearen Fäden der Geschichtsschreibung zu kappen und nach den Spuren einer möglichen, aber vergessenen Zukunft zu suchen.

Der Begriff der Messy History geht auf die Designerin Martha Scotford zurück. Ihr Messy Blick versucht die Vielfalt alternativer Ansätze und Aktivitäten aufzudecken, zu studieren und einzubeziehen. Eine Messy History ist nicht eine konventionelle Geschichte, sondern viele Geschichten, die verstreut liegen, die nicht in Monumental-Katalogen gelistet sind, die wir in der Bibliothek nicht finden können, weil sie nie verzeichnet worden sind.

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie konnte die Premiere im April 2020 im Pathos Theater München vorerst nicht stattfinden. Eine digitale Skizze der „Messy History Lessons“ wurde während der Zeit der flächendeckenden Ausgangsbeschränkungen und der Schließung der Probebühnen und Theater im März und April 2020 erarbeitet. Als performative Umsetzung für das Internet nutzt sie die Zeit der Quarantäne, um über (historische) Freiräume und Begrenzungen im Leben von Künstlerinnen und Frauen* nachzudenken und diese sichtbar zu machen.

Entstanden ist auch der Messy History Report. Er versammelt unbekanntere Texte von Autorinnen aus dem feministischen Kanon des letzten Jahrhunderts, die wieder in Umlauf gebracht werden sollen. Wenn Sie einen Text mit uns teilen wollen, der im nächsten Messy History Report publiziert werden sollte, schreiben Sie uns eine Mail: messy_history@free.de.

Das Projekt wird von der Richard Stury Stiftung gefördert.

Türken, Feuer

Regie / 03.07.2021 /

Projekt 3. Jahrgang Regie von Ayşe Güvendiren

Premiere 3. Juli 2021, Werkraum der Münchner Kammerspiele Weitere Vorstellungen 4. und 5. Juli 2021
von Özlem Özgül Dündar Mit Aydın Aydın, Marie Domnig, Cansu Yildiz Inszenierung Ayşe Güvendiren Ausstattung Theresa Scheitzenhammer Dramaturgie Marie-Sophie Ernst Licht Maxi Blässing Ton Paul Friedrich Günther Aufführungsrechte rowohlt Theater Verlag

Solingen 1993. Ein rassistischer Anschlag, einer von dutzenden “Einzelfällen”.Ein Haus steht in Flammen. Fünf Menschen sterben. Mütter – Überlebende, Ermordete und die eines Täters – versuchen in Türken, Feuer eine (gemeinsame) Sprache für die Umstände dieser Brandnacht zu finden. Ein kaleidoskopisches Gedankenspiel.

Archiv

4. Besuch im Kreszentia-Stift – mit Publikum!!

Ehrenamt /

Der 2. Jahrgang Schauspiel hat Stücke von Paul Abraham vorgetragen, wie immer unter der Leitung von Axel Humbert und mit Heinz-Peter Lange am Klavier! Danke an alle Beteiligten!

Rollenbilder – Geschlechterrollen

Workshop /
26. April bis 8. Mai 2021

Der große Marsch

JahrgangsinszenierungSchauspiel /

von Wolfram Lotz / Jahrgangsinszenierung 2020/21

© Federico Pedrotti

schulinterne Premiere 21. April 2021 um 20 Uhr Weitere schulinterne Vorstellung 22. April um 20 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele
Mit Marie Dziomber, Rasmus Friedrich, Philip Froissant, Julius Gruner, Anni Kumlehn, Jorid Lukaczik, Anton Nürnberg, Luca Rosendahl, Nathalie Schörken, Katharina Stark und Lilly-Marie Vogler Regie Anne Habermehl Bühne und Kostüme Christoph Rufer Musik Philipp Weber Dramaturgische Beratung Malte Jelden Licht Charlotte Marr, Michael Pohorsky, Wolfgang Wiefarn Ton Korbinian Wegler Video Maxi Blässing Videoschnitt Romy Gardumi Technik Maxi Blässing, Paul Friedrich Günther, Romy Gardumi Assistenz Regie Malina Sascha Hoffmann Assistenz Bühne Ji Hyung Nam Assistenz Kostüm Melina Poppe Aufführungsrechte S. Fischer Verlag, Frankfurt / Deutscher Theaterverlag GmbH, Weinheim

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

Was ist Widerstand? Ist Unsterblichkeit ein sinnvolles Ziel? Kann uns die Seegurke retten? Was Lotz‘ Figuren vereint, ist der Wunsch nach Überwindung der sogenannten Wahrheit, bis hin zur Überwindung des Todes an sich. Mit einem Sammelsurium aus Instrumenten betreten die elf Studierenden der Otto Falckenberg Schule die Bühne der Repräsentation und machen sich auf ihren ganz individuellen Marsch durch die Institutionen, die Gesellschaft und die Zeit.

4. Besuch im Kreszentia-Stift

Ehrenamt /

Diesmal mit Cornelius Kiene, Florian Voigt, Isabell Höckel, Lea Reihl und Nils Thalmann aus dem 2. Jahrgang Schauspiel, wie immer unter der Leitung von Axel Humbert und mit Heinz-Peter Lange am Klavier! Es wurden Operetten-Lieder von Paul Abraham zum Besten gegeben, sowie ein bunter Mix von „Whiskey in the Jar“ über „Dream a Little Dream of Me“ bis hin zum plattdeutschen „Tüdelband“ gesungen. Danke an alle Beteiligten!

DER BLAUE VOGEL

Live-HörspielSchauspiel /

Ein Live-Hörspiel des Jahrgangs Schauspiel 2015-19

© Andrea Vizzarro, Kinder- und Jugendtheater Turgi

Hörspiel abrufbar unter https://vimeo.com/515265440 Premiere am 30. November 2017 in Kammer 3 der Münchner Kammerspiele
für alle ab 10 Jahren Autor Maurice Maeterlinck Künstlerische Leitung Frauke Poolman Ton Brigitte Fischer

Heiligabend. Eine Fee tritt in das Zimmer von Tyltyl und Myltyl und bittet die Geschwister, ihr bei der Suche nach dem sagenumwobenen „Blauen Vogel“ zu helfen. Ohne zu Zögern begeben die beiden sich auf eine abenteuerliche Suche nach dem großen und dem kleinen Glück.

Mit: Marie-Joelle Blazejewski, Marie Domnig, Sina Dresp, Lennard Eger, Rosa Falkenhagen, Marcel Herrnsdorf, Tenzin Kolsch, Janus Torp, Niklas Wetzel, Klara Wördemann, Maria Wördemann

„Das Märchen [gewinnt] an Dynamik und Witz […]. Dies liegt nicht zuletzt am Sprechvermögen der Vortragenden. Es gibt kaum einen Verhaspler oder Aussetzer. Noch im größten Durcheinander greifen die Rollen präzise und lebendig ineinander. Die einzelnen Bilder werden dabei durch Gesangseinlagen rhythmisiert und durch Live-Geräuschemachen unterstrichen. DER BLAUE VOGEL ist ein sehr hörens- und sehenswertes Märchen, eine kleine zeitlose Parabel über den Wert der Dinge.“

cult Nr. 56, Februar/März 2018

tanikō (cold love)

Regie /

Eine nō-Phantasie von Aloysia Boyd

Lennart Boyd Schürmann

Netzpremiere 5. März / 19.30 Uhr Einführungstalk live aus dem Babylon-Kino Berlin mit Jürgen Kuttner, Caro Kapp, Lennart Boyd Schürmann / 20.35 Uhr Live-Stream / am 7. März in der Mediathek Tickets und weitere Informationen unter https://brechtfestival.de
Mit Isabell Höckel, Jorid Lukaczik, Lennart Boyd Schürmann, Anna K. Seidel und Juno Meinecke Regie und Text Lennart Boyd Schürmann Dramaturgie Moritz Nebenführ Kostüme Carla Renée Loose Sound und Musik Stan Iordanov Kamera Leo van Kann Bühne Achinoam Alon, Marleen Johow, Moritz Nebenführ, Lennart Boyd Schürmann Keramik Achinoam Alon Maske Lilo Lucia Meyer Licht Maxi Blässing

Einem Gerücht zufolge hat Marieluise (‚Aloysia’) Fleißer das japanische Nô-Stück tanikô adaptiert. Im Unterschied zu Brechts Bearbeitungen des Stoffes in den Lehrstücken Der Ja-Sager/Der Nein-Sager hätten die Teilnehmer*innen an Fleißers revolutionärer Expedition wahrscheinlich gezögert, ob sie zwischen rotem Berg und braunem Tal auf dem richtigen Weg wandeln. Vielleicht hätte ihre Unentschiedenheit ihnen jedoch zur Entdeckung einer anderen, tastenderen Avantgarde verholfen, die mit den widersprüchlichen Impulsen revolutionären Begehrens umzugehen versucht.

Rumour has it that Marieluise (‘Aloysia’) Fleißer adapted the Japanese nō play tanikō. In contrast to Brecht’s treatment of the material in the didactic plays Der Jasager (He said Yes)/Der Neinsager (He said No), the participants in Fleißer’s revolutionary expedition would probably have hesitated as to whether they were walking on the right path between the red mountain and the brown valley. Perhaps, however, their indecisiveness would have helped them discover a different, more tentative Avantgarde that attempts to deal with the contradictory impulses of revolutionary desire.

Eine Koproduktion des Brechtfestivals mit der Otto Falckenberg Schule München.

Broken Brecht

Regie /

ein epischer Autorinnenschaftskrimi

Netzpremiere: 5. März / 19.30 Uhr Einführungstalk live aus dem Babylon-Kino Berlin mit Jürgen Kuttner, Caro Kapp, Lennart Boyd Schürmann / 20 Uhr Live-Stream / am 7. März in der Mediathek Tickets und weitere Informationen unter https://brechtfestival.de
Inszenierung Caroline Kapp Mit Nellie Fischer Benson, Arina Toni, Marie Bloching, Jan Grosfeld Bühne Amina Nouns Kostüm Melina Poppe Sound Florian Wulff Schnitt Laura Kansy Video Kristina Kilian und Camille Tricaud Dramaturgie Manon Haase

In „Broken Brecht“ fragen sich „Die Frauen“, wie es passieren konnte, dass die Statue des berühmten Dichters Bert oder Bertolt oder Berthold … BRECHT stürzen konnte?
Klar ist: Jetzt ist sie kaputt. Das Ereignis hat stattgefunden, hier findet die Wiederholung statt. Der Text „Die Straßenszene“, in dem Bertolt Brecht seine Idee des epischen Theaters durchexerziert, und der nach seinem Erscheinen 1938 das Theater revolutionierte, dient bis heute folgenreich als Modell. Auch wenn es Brecht in erster Linie um eine ästhetische Neukonstruktion des Theaters ging, stellt „Die Straßenszene“ auch ein gesellschaftliches und politisches Werkzeug dar, um Ereignisse zu sezieren.

„Die Frauen“ greifen das Modell auf. Sie versuchen sich zu erinnern und stoßen bei der Ermittlung auf unzählige Fragen: Wer hat den Bau der Statue veranlasst? Wer sie letztlich gebaut? Wer sie eingeweiht? Und wieso steht sie nun nicht mehr? Mehr Protagonistinnen als vorerst gedacht, scheinen in den Bau der ikonisch gewordenen Statue verwickelt. Ihre kommissarische Arbeit führt zur Dekonstruktion von Erinnerung und Geschichtsschreibung. Am Ende kommen „Die Frauen“ brechtisch verfremdet bei sich selbst an und setzen ein neues Denkmal.

Eine Koproduktion des Brechtfestivals mit der Otto Falckenberg Schule München.

Aufführungsrechte: Ruth Berlau/Hoffmann