Ott Falcken-
ber
Schule 

Jeder stirbt für sich allein

01.09.2020 /

von Hans Fallada

Eine Lesung des 3. Studienjahres Schauspiel

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Zum 75. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges und der Befreiung vom Nationalsozialismus lesen die Studierenden aus dem Roman von Hans Fallada. Sie haben mit diesem Hörbuch-Projekt Neuland betreten – auch bedingt durch die ungewöhnlichen Umstände, in denen wir gerade leben. In nur sieben Tagen haben sie die Lesung entwickelt und eingelesen. Entstanden ist eine originäre, individuelle und an den verschiedensten Orten aufgenommene Fassung des Romans, welcher die Geschichte des Ehepaars Quangel erzählt: Die ‚anständigen Mitläufer‘ entschließen sich nach dem Tod ihres einzigen Sohnes zum Widerstand.   Mit: Conrad Ahrens, Bless Amada, Jara Bihler, Dominique Devenport, Maditha Dolle, Jan Fassbender, Valentin Mirow, Marlina Adeodata Mitterhofer, Anselm Juhani Müllerschön, Anna K. Seidel, Daria von Loewenich und Paul Wellenhof Künstlerische Leitung: Frauke Poolman

Archiv

messy history lessons

Regie /

Abschlussinszenierung Regie von Caroline Kapp / Digitale Skizze in Kammer 4 der Münchner Kammerspiele

Digitale Skizze des Projekts am 23. April ab 18 Uhr für 24 Stunden abrufbar: Kammer 4 der Münchner Kammerspiele

Mit Marie Bloching, Sina Dresp, Shirin Eissa, Daniela Gancheva und Kira Kayembe Inszenierung Caroline Kapp Bühne Teresa Häußler Kostüm Cordula Schieri Dramaturgie Laura Mangels Musik Florian Wulff Licht Joannis Murböck Video Kristina Kilian und Camille Tricaud

„Messy History Lessons“ versteht sich als dreiteilige Arbeit, bestehend aus einem analogen Report, einer digitalen Skizze für das Internet sowie einer performativen Umsetzung auf der Theaterbühne. Caroline Kapp schließt ihr Regiestudium an der Otto Falckenberg Schule München mit diesem Projekt ab. Zusammen mit ihrem Team untersucht sie Leerstellen der Erinnerungsarbeit weiblicher Geschichtsschreibung. Sie fragen sich, wie Körper im Theater zu Trägern von Erinnerungen werden können und erschaffen eine Archäologie des Unsichtbaren. Fünf Frauen beschließen die linearen Fäden der Geschichtsschreibung zu kappen und nach den Spuren einer möglichen, aber vergessenen, Zukunft zu suchen.

Aufgrund der COVID-19 Pandemie kann die Premiere am 23. April 2020 im Pathos Theater München vorerst nicht stattfinden. Eine digitale Skizze der Messy History Lessons wird während der Zeit der flächendeckenden Ausgangssperre und der Schließung der Probebühnen und Theater im März und April 2020 erarbeitet. Als performative Umsetzung für das Internet nutzt sie die Zeit der Quarantäne, um über (historische) Freiräume und Begrenzungen im Leben von Künstler*innen und Frauen* nachzudenken und diese sichtbar zu machen.

Der Begriff der Messy History geht auf die Designerin Martha Scotford zurück. Ihr Messy Blick versucht die Vielfalt alternativer Ansätze und Aktivitäten aufzudecken, zu studieren und einzubeziehen. Eine Messy History ist nicht eine konventionelle Geschichte, sondern viele Geschichten, die verstreut liegen, die nicht in Monumental-Katalogen gelistet sind, die wir in der Bibliothek nicht finden können, weil sie nie verzeichnet worden sind.

Der Messy History Report versammelt unbekanntere Texte von Autor*innen aus dem feministischen Kanon des letzten Jahrhunderts, die wieder in Umlauf gebracht werden sollen. Gerne schicken wir Ihnen ein Exemplar des Reports zu und informieren Sie über den analogen Aufführungstermin. Auch wenn Sie einen Text mit uns teilen wollen, der ebenfalls wieder publiziert werden sollte, schreiben Sie uns eine Mail: messy_history@free.de.

Das Projekt wird von der Richard Stury Stiftung gefördert.

ZEHNTAGEBUCH

Ein Blog-Projekt der gesamten Otto Falckenberg Schule

Das ZEHNTAGEBUCH ist der Versuch einer tumblr-Adaption von Boccacios Dekameron. Im Dekameron wird Ende des 14. Jahrhunderts die Stadt Florenz von der Pest heimgesucht. Um der Seuche zu entkommen fliehen zehn junge Menschen auf einen Landsitz  und beginnen dort sich unter einem jeweiligen Tagesmotto Geschichten zu erzählen. Wir, die Menschen der Otto Falckenberg Schule, teilen hier das Schöne und das Düstere, das uns gerade beschäftigt. Hoffnung kommt genauso vor wie Mutlosigkeit, Glaube genauso wie Nihilismus. Es entsteht ein Kaleidoskop an Beiträgen zu verschiedenen Themen des Lebens, gesehen durch die Brille der aktuellen Situation. So bleiben wir verbunden, egal wie wir uns gerade fühlen.

Rollenarbeiten und Monologe

Schauspiel /

mit dem 3. Jahrgang Schauspiel / ENTFÄLLT

 

ENTFÄLLT!!! am 12. März 2020, 20 Uhr // Kammer 3 der Münchner Kammerspiele // Eintritt frei // Karten online und an der Tageskasse der Kammerspiele
Maditha Dolle: Johann Wolfgang von Goethe, „Faust“ – Marthe // Bless Amada: Bernard-Marie Koltès, „Roberto Zucco“ – Roberto Zucco // Anna K. Seidel: Lot Vekemann, „Judas“ – Judas // Valentin Mirow: Fjodor Dostojewski, „Schuld und Sühne“ – Raskolnikov // Daria von Loewenich und Anselm Müllerschön: William Shakespeare, „Hamlet“ – Hamlet/Hamlet // Jara Bihler: Aischylos, „Der gefesselte Prometheus“ – Io // Marlina Mitterhofer und Paul Wellenhof: Franz Xaver Kroetz, „Bauern sterben“ – Tochter/Sohn // Dominique Devenport: Friedrich Schiller, „Maria Stuart“ / Dario Fo: „Zufällig eine Frau: Elisabeth“ – Elisabeth // Conrad Ahrens: „Wolfram Lotz, Mode und Wirklichkeit“ – Rudolph Moshammer //// Die Szenen und Monologe wurden gearbeitet mit Katja Bürkle, Anne Knaak, Thomas Lettow, Christian Löber, Edmund Telgenkämper und Eckhard Winkhaus.

rein GOLD. ein Bühnenessay

JahrgangsinszenierungSchauspiel /

von Elfriede Jelinek / Jahrgangsinszenierung 19/20

© Federico Pedrotti

Premiere 5. Februar 2020 Weitere Vorstellungen 6., 18. und 20. Februar um 20 Uhr und 23.  Februar 2020 um 19 Uhr, 23. und 24. März um 20 Uhr in Kammer 3 der Münchner Kammerspiele Karten 9 € / ermäßigt 5 € (inkl. MVV) unter 089 / 233 966 00  oder  www.muenchner-kammerspiele.de
Mit Conrad Ahrens, Bless Amada, Jara Bihler, Dominique Devenport, Maditha Dolle, Jan Fassbender, Valentin Mirow, Marlina Adeodata Mitterhofer, Anselm Juhani Müllerschön, Anna K. Seidel, Daria von Loewenich und Paul Wellenhof Inszenierung Christiane Pohle Dramaturgie Hubert Bauer Ausstattung Dorothee Curio Ausstattungsmitarbeit Cristina Lelli Regieassistenz Ayşe Güvendiren

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

Lassen sich Verhältnisse denken, die nicht von kapitalistischen Wirkmechanismen geprägt sind, in denen nicht das Geld die Welt und gefährliche Heldenmythen die Köpfe regieren? In einem monumentalen Streitgespräch diskutieren Göttervater Wotan und Lieblingstochter Brünnhilde Wagners Ring, Marx’ Kapital, die Bankenkrise und die Morde der Zwickauer Nazi-Terrorzelle NSU.

Labern übers eigene Land #7

Regie /

Performativer Ausflug ins Private mit Caroline Kapp und Julia Nitschke

21. Februar 2020, 20 Uhr // PATHOS München, Dachauer Str. 110d

Die beiden Performancekünstlerinnen Caroline Kapp und Julia Nitschke labern sich assoziativ vom großen politischen Entwurf zum nächsten Urlaub und landen immer wieder beim **SPOILER** Feminismus. In der siebten Episode der Performancereihe machen die Beiden mit ihrem Heliumkind Cornelia einen Ausflug ins Private (Bayern), das Intime (München) und laden das Publikum in ihre cozy Kleinfamilie (no income but child) zu sich nach Hause in ihr PATHOSloft ein.

Mit dem Set RADIKALER SCHLAGER von DJ CORNELIA und CORNELIA im Anschluss an die Vorstellung.

Denn wir werden uns glänzend rechtfertigen, weil wir doch radikal unschuldig sind!

JahrgangsinszenierungSchauspiel /

völlig frei nach Horváth / Jahrgangsinszenierung 18/19

© Federico Pedrotti

Premiere 8. Februar 2019 Weitere Vorstellungen 17. und 18. Juni, 26. und 27. November 2019 um 20 Uhr in Kammer 3 der Münchner Kammerspiele Karten 9 € / ermäßigt 5 € (inkl. MVV) unter 089 / 233 966 00  oder  www.muenchner-kammerspiele.de eingeladen zum Schauspielschultreffen 2019 nach Berlin
Mit Joscha Baltha, Marie Bloching, Shirin Lilly Eissa, Anouk Elias, Konstantin Gries, Johann Jaster, Lion Leuker, Jochanah Leonie Mahnke, Nick Romeo Reimann, Pauline Werner, Julia Windischbauer Inszenierung Janet Stornowski Bühne Sabine Mäder Kostüme Janina Baldhuber Dramaturgie Simon Kubisch Licht Michael Pohorsky, Jonas Schweiger Ton Brigitte Fischer Technik Katrin Langner Regieassistenz Caroline Kapp Ausstattungsassistenz Caroline Ziegert

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

Was bedeutet freies Spiel oder politische Verantwortung in einer Zeit, die unmittelbar von faschistischer Bedrohung gekennzeichnet ist?
Muss sich die Kunst klar positionieren? Reicht Kunst überhaupt noch aus? Oder ist Kunst womöglich sogar das Einzige, was man noch tun kann?

Spielart: Responses (Showing)

Workshop /
09. November 2019 um 17 Uhr // Bayerische Theaterakademie August Everding, Akademiestudio, Prinzregentenplatz 12  
Studierende zeigen künstlerische Antworten auf Vorstellungen, die sie bei SPIELART gesehen haben. // Eine Kooperation mit dem SPIELART Theaterfestival und der Bayerischen Theaterakademie August Everding. / Weitere Informationen spielart.org