Otto  Falcken-
berg 
Schule 

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WERKstatt Schauspiel: Postdramatik

29.04.2026 /

Szenenarbeiten mit dem 2. Jahrgang Schauspiel

Am 29. und 30. April 2026 um 19.30 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele / Eintritt frei, kostenlose Tickets über → Theaterkasse der Münchner Kammerspiele

Wie lässt sich eine Welt erfassen, die sich nicht mehr eindeutig ordnen lässt?

Sie erscheint fragmentiert, überlagert, widersprüchlich. Für Studierende, die heute Theater machen, bedeutet das, neue Zugänge zum Spiel zu suchen und vertraute Formen zu befragen.

Im Werkraum der Münchner Kammerspiele arbeiten Studierende des 2. Jahrgangs Schauspiel der Otto Falckenberg Schule mit zeitgenössischen Texten und nähern sich ihnen aus einer postdramatischen Perspektive: Szenen lösen sich von linearer Handlung, Sprache wird Material, Präsenz rückt in den Vordergrund.

Gezeigt werden keine abgeschlossenen Inszenierungen, sondern Setzungen aus einem offenen Arbeitsprozess. Der Werkraum wird zum Experimentierfeld.

Ein Abend zwischen Text und Zustand, zwischen Material und Wahrnehmung.

Anna, Mascha und Julia

03.05.2026 /

(K)ein Stück von Tschechow / Jahrgangsinszenierung

© Judith Buss

Premiere 14. Februar 2026 um 20 Uhr in der Therese-Giehse-Halle der Münchner Kammerspiele Weitere Vorstellungen 3. Mai 2026 um 18 Uhr, 4. Mai um 20 Uhr, 17. Mai um 20 Uhr (Achtung: Gekürzte Fassung für das Schauspielschultreffen!) Tickets unter → Münchner Kammerspiele

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

© Judith Buss

„Wenn du im ersten Akt eine Pistole platzierst, dann muss im dritten Akt ein Schuss fallen“, diesen Rat gab Anton Tschechow einmal einem Schriftstellerkollegen. Tatsächlich bringt sich in den Stücken Tschechows häufig eine der Figuren um, oder versucht, jemand anderen zu erschießen – immer die männlichen Figuren. Und obwohl die Texte von Anton Tschechow von vielen unterschiedlichen Figuren mit individueller Tiefe bevölkert sind, stehen die Frauen meist neben den Männern namens Iwanow, Trigorin oder Wanja im Rampenlicht. In der Jahrgangsinszenierung der Otto Falckenberg Schule werden sie mehr in den Blick genommen: Nina, Anna, Mascha, Sonja – ihre individuellen Sehnsüchte, Ängste und Beschränkungen setzen sich auf der Bühne in ein neues Spannungsverhältnis.

Die Geschwister Mascha Tschechowa und Anton Tschechow nehmen das Publikum mit auf eine Wanderung durch Tschechows Werk. Das menschliche Leben bis in die alltäglichsten Details ausleuchtend, untersucht Anton Tschechow das Individuum mit seinen Träumen und Schwächen, das Scheitern in der eigenen Biografie.

Kurz vor ihrem Schauspielabschluss setzen sich die Studierenden des 3. Schauspieljahrgangs der Otto Falckenberg Schule ins Verhältnis zu den Figuren: Was bedeutet es, zu schwach zu sein, um das Leben zu leben, von dem man träumt? Wie steht es um Abhängigkeiten, wie schafft man es loszugehen? Werde ich das richtige Leben gelebt haben? Lizzy Timmers ist Performerin und Regisseurin und war bis 2024 künstlerische Co-Leiterin am Theaterhaus Jena. Durch ihre Arbeitsweise schafft sie es, die individuellen Interessen und Fähigkeiten aus den Spielenden hervorzuholen und sie zu einer humorvollen und ansteckenden szenischen Reise zu verbinden.

In einem temporeichen Best-of spielen sich die elf Darstellenden des Abschlussjahrgangs in der Therese-Giehse-Halle der Kammerspiele durch das Werk des russischen Dramatikers: ein dichtes Labyrinth unerfüllter Liebesbeziehungen, Sehnsüchte und Zukunftsängste. „Anna, Mascha und Julia“ heißt der energetische Abend, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Figuren auszuleuchten, die bei Tschechow im Verborgenen bleiben. […] Unter der Regie von Lizzy Timmers wälzt der Abschlussjahrgang das Repertoire um, füllt Lücken mit eigenen Texten und setzt Zäsuren. […] Die Stärke des Abends liegt in der schauspielerischen Präzision. […] Immer wieder positionieren sich die talentierten Spielerinnen und Spieler im Schwarm um das Bühnenpodest und werden
selbst zum Publikum ihrer verworrenen Szenen: Was, wenn die Zukunft noch vor einem liegt und sich das Leben doch schon verbraucht anfühlt? Ist das, was ich tue, Beruf oder Berufung? Vielleicht, so zeigt dieser aufrüttelnde Abend, hilft gegen die Angst vor dem Scheitern vor allem eines: der Mut zur Lücke.

Süddeutsche Zeitung, Ella Rendtorff, 16.02.2026

Mitleidsprotokoll – every tear recorded

09.05.2026 /

Eine Collage nach Texten von Hervé Guibert / Abschlussinszenierung

© Sima Dehgani

Premiere 19. Februar 2026 um 19.30 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele Weitere Vorstellungen 9. Mai 2026 um 19.30 Uhr Tickets unter → Münchner Kammerspiele
Mit Julius Gruner, Elisabeth Nittka, Konstantin Schumann Regie Ruben Müller Bühnenbild und Video Chloe Kelly Kostüm Jacqueline Elaine Koch Dramaturgie Paulina Wawerla Kostümhospitanz Tabea Helena Tatge Regie-/Dramaturgiehospitanz Emily Schuster-Woldan Bühnenbildhospitanz Käthe Hochwimmer Künstlerische Produktionsleitung Angelika Koch Technische Produktionsleitung Maxi Blässing, Jonas Pim Simon Konstruktion Bühnenbild Kilian Klingler Bühnenmeister Dany Rau Bühnenmaschinerie Stefan Egger Beleuchtung Daniel Schott Ton Leo Algrang Video Florian Limmer Veranstaltungstechnik Eliza Aistermann, Jakob Kilian Kostüm Katharina Diebel, Andreas Eisenhofer, Doris Kugler Schreinerei Hannes Zippert Schlosserei Friedrich Würzhuber, Jürgen Goudenhooft Tapeziererei Maria Hörger, Tim Hagemeyer, Anja Gebauer, Tobias Herzog Malsaal Evi Eschenbach

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

„Ich werde verschwinden und nichts verborgen haben.“ – Hervé Guibert (Globe, 1992)

Hervé Guibert arbeitet sich in seinen Texten, Fotografien und Dokumentarfilmen Ende der 1980er-Jahre auf einzigartige Weise an seiner Aids-Erkrankung und an der seiner Mitmenschen ab. In seinen Texten verbindet er radikale Ehrlichkeit – die Offenlegung aller Geheimnisse, das Buchführen über jede Träne – mit einer zutiefst persönlichen Selbstreflexion: Was kann es bedeuten, in aussichtslosen Zeiten zu schreiben, zu fotografieren, zu dokumentieren? Was kann es bedeuten, sich selbst schonungslos zu veröffentlichen und damit zu verewigen?

Ruben Müllers Abschlussinszenierung widmet sich den Texten Guiberts, die ohne Happy Ends auskommen müssen. Sie deswegen zu vergessen, ist keine Option. Welche Rolle also können sie heute im Erinnern und Träumen für unser (queeres) Leben spielen? „Mitleidsprotokoll – every tear recorded“ stellt sich dem Paradox, dass unsere Vorstellungen von einer gerechteren, freieren Zukunft aus Erinnerungen von Schmerz, Stigmatisierung und Verlust erwachsen müssen.

Mit besonderem Dank an Matthes & Seitz, Gallimard und Hinrich Schmidt-Henkel.

Mit freundlicher Unterstützung der Richard Stury Stiftung.

Thanks for Listening

13.05.2026 /

Drei einsame Begegnungen mit einer Kuh, einem Roboter und einem Felsen / Drittjahresprojekt von Ruben Müller

„Work“ von Ruben Alexander Müller © VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Premiere 2. Mai 2025, 19.30 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele Weitere Vorstellung 13. und 14. Mai 2026 um 19.30 Uhr Tickets 10€ unter → Münchner Kammerspiele
Mit Paula Aschmann, Charlotte Hovenbitzer und Max Faatz Regie, Raum Ruben Müller Kybernetische Skulptur „You“ Amon Ritz Kostüme Jacqueline Elaine Koch Gemälde “Work” Ruben Alexander Müller Dramaturgie Paulina Wawerla Bewegungsdramaturgie Jana Baldovino Musikalische Proben Axel Humbert, Heinz-Peter Lange Technische Produktionsleitung Adrian Bette

© Sabrina Lößl-Lamboy

© Sabrina Lößl-Lamboy

© Sabrina Lößl-Lamboy

Drei einsame Begegnungen

Unter dem Titel „Thanks for Listening“ bringen wir drei Geschichten auf die Bühne, in denen Menschen nicht-menschlichen Individuen begegnen: einer Kuh, einem Roboter und einem Felsen. Diese Begegnungen drehen sich um den Versuch, Einsamkeit zu überwinden und Beziehungen zu stiften – über die Grenzen der Spezies hinweg. Zentral ist dabei You – eine eigens für die Produktion entwickelte, sich bewegende Skulptur von Amon Ritz, die Kuh, Roboter und Felsen auf der Bühne verkörpert.

Lentille. Aus dem Leben einer Kuh

Urs Mannhart erzählt in „Lentille. Aus dem Leben einer Kuh.“ die wahre Geschichte seines Versuchs, die Kuh Lentille nach einer Totgeburt in ihrer Trauer zu begleiten. Für uns ist das der erste Anlass, darüber nachzudenken, was man über das Erleben eines (tierischen) Gegenübers eigentlich sagen kann: Was ist aus dem Verhalten der*des Anderen abzuleiten? Wann ist er*sie einfach nicht zu verstehen? Und wann projizieren wir eigene Wünsche in das Gegenüber? You als Kuh trifft dafür auf Paula Aschmann und wechselt zufällig zwischen mehreren Bewegungsprofilen. Mannharts Essay setzt sich immer wieder auch mit wissenschaftlichen Versuchen auseinander, Auskunft über das Wohlbefinden und Erleben von Tieren zu geben. Was am Ende übrig bleibt, sind jedoch anekdotische Wahrheiten und empathische Tatsachen, die sich dem Unfassbaren in der Begegnung mit einem Gegenüber annehmen. Dass Lentille trauert, steht nicht mehr infrage – doch wie soll man damit umgehen, dass man es einfach nicht beweisen kann.

Sayonara

In der zweiten Begegnung dreht sich die Fürsorgebeziehung um. Zudem wird neben Mensch und Tier etwas Drittes eingeführt: die Roboter und Automaten, die uns schon längst zum Gegenüber geworden sind. In dem Theaterstück „Sayonara“ von Oriza Hirata versucht ein Roboter, für einen Menschen da zu sein, der bald sterben wird – indem er ihm Gedichte aufsagt. You als Roboter spricht nun, hält jedoch Charlotte Hovenbitzer durch einen Sensor interaktiv auf Abstand. Offen bleibt dabei: Reicht es manchmal, dass man ein Gespräch führen kann – dass einem zugehört wird und dass man zuhört? Wo findet man Begegnung, obwohl man sie nicht erwartet?

Was ist Leben?

Die dritte Begegnung ist die zwischen einem Menschen und einem Stück Felsen – genauer gesagt, einem Stromatolithen. Essays von Sophia Roosth und James Bridle waren dabei Anlass für einen Text, der während der Proben entstanden ist und in dessen Zentrum zwei Gedanken stehen: Erstens, dass ein Stromatolith zwar ein Stein ist, aber aus vielen, (einst) lebendigen Mikrobenmatten besteht. Und zweitens, dass die Komponenten unserer modernen Technik, unserer Festplatten und Batterien, im Grunde nur Steine und andere Stoffe aus unserer Umwelt sind, die ihre Form verändert haben. Euphorisch lässt sich so feststellen, dass offensichtlich alle Spezies, alle Akteur*innen und alles, was Anderes beeinflusst, immer schon zusammengehört – Was ist denn nicht Leben? Die Auflösung von Einsamkeit muss in dem stecken, was wir Umwelt nennen. You als regloser Stein steht in dieser Versuchsanordnung Max Faatz gegenüber. In ihrer Auseinandersetzung wird klar, dass Leben nicht immer eindeutig und vollständig sein muss – sondern dass das Suchen und Experimentieren, das Abbrechen und Neuansetzen im Umgang mit dem Gegenüber, das Auflösen von Einsamkeit bedeuten könnte.

There Will Come Soft Rains

Das Gedicht „There Will Come Soft Rains“ von Sara Teasdale aus 1918 und die gleichnamige Kurzgeschichte von Ray Bradbury von 1950 bilden einen Rahmen für „Thanks for Listening“. Beide Texte befassen sich mit der Idee, dass die Menschheit von keinem Tier und keinem Roboter vermisst werden würde, sollte sie aussterben – oder sich selbst abschaffen. Die Episoden unseres Abends versuchen, sich dazu in Beziehung zu setzen und gleichzeitig eine aktualisierte Version der sanften Regen vorzuschlagen. Ein solcher Versuch ist auch das Gemälde „Work“ des bildenden Künstlers Ruben Alexander Müller, das als Reproduktion die ansonsten fast leere Bühne füllt.

Mit freundlicher Unterstützung der Richard Stury Stiftung.

Mit besonderem Dank an Urs Mannhart und den Matthes & Seitz Verlag, an Oriza Hirata und Prof. Dr. Cody Poulton.

Der Abend thematisiert: Fehlgeburt, Krankheit, Tod und Krieg.

→ digitales Programmheft

Back to school

16.05.2026
Am 16. Mai 2026 um 19.30 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele Tickets 10€ unter → Münchner Kammerspiele

Wie war es damals an der Falckenberg? Was bedeutet es heute, auf den großen Bühnen oder Leinwänden oder in einem ganz anderen beruflichen Umfeld zu stehen? Mit Back to school haben wir in der vergangenen Spielzeit ein Gesprächsformat ins Leben gerufen, in dem Absolvent*innen der OFS aus unterschiedlichen Jahrgängen zurück an den Ort ihrer Ausbildung kommen und mit Tim Bergmann, ebenfalls Absolvent (Abschluss 1995), über Schulzeit, Beruf, Handwerk und Kunst sprechen.

Unsere Gäste im Mai sind Elizabeth Blonzen (Abschluss 1994) und Merlin Sandmeyer (Abschluss 2016), der krankheitsbedingt im Dezember nicht kommen konnte.

Elizabeth Blonzen hatte nach der Ausbildung zahlreiche Engagements an renommierten Theatern, wirkte in zahlreichen Kino- und TV Produktionen mit, und arbeitet als Gastdozentin.

Merlin Sandmeyer erhielt während der Ausbildung den O. E.-Hasse-Preis für Nachwuchsdarsteller der Akademie der Künste Berlin, trat 2016 sein Erstengagement am Burgtheater Wien an, wechselte 2018/19 ans Thalia Theater Hamburg, wo er derzeit als fester Gast arbeitet.

Bier für Frauen

21.05.2026 /

Live-Hörspiel

Am 21. und 22. Mai 2026 im Werkraum der Münchner Kammerspiele Tickets 10€ unter → Münchner Kammerspiele
von Felicia Zeller mit Studierenden aus dem 2. und 3. Jahrgang Schauspiel Künstlerische Leitung Frauke Poolman

Plopp. Worte blubbern auf, Gedanken verlieren ihren Faden. Sprech- und Gesprächsversuche geraten ins Taumeln. Plopp. Frauen unterwegs in der Nacht: Sie treffen sich in Bars, Clubs, auf der Straße, betrinken sich und reden übers Bier, über sich selbst, über Sex, über den Sinn des Lebens und darüber, dass sie vergessen haben, worüber sie eigentlich reden wollten. Plopp. Erzählt wird die Geschichte junger Menschen. Jahrelang gesammelte Gesprächsfetzen ergründen Formen von Kommunikation, die im Laufe massiven Bierkonsums entstehen. Plopp. Ein Live-Hörspiel zwischen Komik und Abgrund, zwischen Sprachlust und Sprachverlust.

Archiv

Der österreichische Mittagstisch

Texte, Lieder, Gedichte und Fetzen von und mit Luis Brunner, Elias Maria Burckhardt, Marlene Markt, Ivan Vlatković

Am 28. März 2026 um 19.30 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele / Eintritt frei, kostenlose Tickets über Theaterkasse der Münchner Kammerspiele
Es spielen Luis Brunner, Elias Maria Burckhardt, Marlene Markt, Ivan Vlatković Mentoriert von Bernadette Heidegger Am Klavier Heinz-Peter Lange Lieder gearbeitet mit Axel Humbert und Heinz-Peter Lange Kostüm Jacqueline Elaine Koch Bühne Hannah Grimme

Vier (österreichische) Schauspielstudierende der Otto Falckenberg Schule bzw. eine Absolventin versammeln sich an diesem Abend im Werkraum der Münchner Kammerspiele und setzten sich dort mit dem Thema ihrer Heimat auseinander.

Der österreichische Mittagstisch ist dabei ein Ort und Anlass, wo man zum Essen und Trinken zusammenkommt und dabei diskutiert, Geschichten erzählt und Lieder singt.

Es geht dabei um das Gefühl von Heimweh und einerseits stolz auf seine Heimat zu sein und andererseits darum, sich dabei irgendwie auch komisch zu fühlen.

An diesem musikalischen Abend werden die Lieder von österreichischen Legenden ausgegraben: Schubert, Hans Moser, Ludwig Hirsch, Wolfgang Ambros, Hubert von Goisern, Voodoo Jürgens, uvm. Von Autor*innen wie Thomas Bernhard, Ernst Jandl und Elfriede Jelinek geht es über zu eigenen Texten und Geschichten die von Heimat, Heimweh und Patriotismus erzählen. Dabei soll untersucht werden, wie lange man an der schönen Oberfläche der Heimat kratzen muss, bis weniger schöne Dinge zum Vorschein kommen.

WERKstatt Schauspiel

Ein Abend des 3. Jahrgangs mit Szenen, Monologen und Musik

Am 26. und 27. März 2026 um 19.30 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele / Eintritt frei, kostenlose Tickets über Theaterkasse der Münchner Kammerspiele

Platz im Freiwilligendienst Kultur und Bildung ab 1. September 2026 frei

(D)ein Jahr. Kultur. Erleben.

Was ist ein Freiwilligendienst Kultur und Bildung?

Der Freiwilligendienst Kultur und Bildung ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr für junge Menschen bis 26 Jahre. Du engagierst dich 12 Monate lang als Freiwillige*r in Vollzeit in einer Kultureinrichtung. So bekommst du einen Einblick in das Arbeitsfeld Kultur, sammelst vorberufliche Erfahrung und stärkst deine Persönlichkeit. Neben der praktischen Arbeit nimmst du an 25 Bildungstagen teil. Auf den vier übers Jahr verteilt stattfindenden Seminaren mit künstlerischen Workshops sowie auf weiteren frei wählbaren Bildungstagen lernst du vieles über Kulturarbeit, kannst dich beruflich orientieren und persönlich weiterentwickeln.

In Bayern ist der Verein Spielmobile e.V. als Träger für die Freiwilligendienste Kultur und Bildung zuständig. Hier findest du weitere Infos: freiwilligendienste-kultur-bildung-bayern.de

Bundesweit koordiniert die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e.V. das Programm. Sie betreibt auch das Online-Portal, über das die Plätze vergeben werden: freiwilligendienste-kultur-bildung.de

Die Otto Falckenberg Schule bietet einen Platz im Bereich Veranstaltungstechnik an. Hier findest du alle Infos zu unserem Platz: https://anmelden.freiwilligendienste-kultur-bildung.de/detail/23429

Bewerbungsschluss ist der 15. März 2026.

Wakwak

Eine musikalisch-theatrale Fantasie zum Wakwak Baum
Am 27. Februar 2026 um 19 Uhr im Einstein Kultur, Halle 1, Einsteinstr. 42, 81675 München Tickets 10 Euro, ermäßigt 8 Euro
Mit Alvaro Rentz & Amélie Leclère Regie / Konzept Orkan Aydın Komponist Doğukan Pahsa Künstlerische Leitung / Objektgestaltung Perfin Hozatlıoğlu

Auf einer Bühne, die einem verlassenen Gewächshaus gleicht, greifen die Figuren zu theatralen Werkzeugen um den Wakwak-Baum zu erforschen und den verrottenden Früchten letzte Spuren von Wissen zu entreißen. Als der Baum unvermittelt klanglich Widerstand leistet, kippen ihre routinierten Handlungen ins Rätselhafte.

In der Textfassung erscheint Ernst Jandls „Die Humanisten“ als satirischer Einspruch gegen eine westlich-aufklärerische, kolonial geprägte Vernunftlogik, die im Stück auf die tricksterhafte und eigensinnige Natur des Baums trifft. Ergänzt wird dies durch Passagen aus Sevim Buraks „Everest My Lord“, deren fragmentarische Sprache eine spekulative historische Realität entwirft und die rätselhafte, vieldeutige Dimension des Wakwak-Mythos weiter vertieft.

Das Projekt untersucht, wie der Wakwak-Baum selbst als klingendes, widerspenstiges Wesen zum Zentrum der Handlung wird. Die Performerinnen arbeiten zwischen wissenschaftlicher Präzision und ritueller Überforderung, während Sprache, Geräusch und Objekt eine instabile Erzählung formen.

Pre-School Schauspiel

HALLO! Die Otto Falckenberg Schule München sucht dich!

Du willst SCHAUSPIEL STUDIEREN, hast aber das Gefühl, dass du in diesem Bereich sowieso keine Chance hast, weil …
… du nicht gut Deutsch sprichst,
… du LGBTQIA+ bist,
… du eine körperliche Beeinträchtigung hast*,
… dein mittlerer Schulabschluss nicht ausreicht,
… du dir ein Schauspiel-Studium nicht leisten kannst,
… du dir München nicht leisten kannst,
… du BIPoC bist,
… du mehrere Familiensprachen sprichst,
… du Bedenken wegen deiner Körperform oder physischen Erscheinung hast,
… du whatsoever?

DAS IST BULLSHIT!

Komm zu unserer Pre-School Schauspiel am 14. März 2026!**

In der Pre-School Schauspiel bekommst du kostenlosen Probeunterricht und Infos zur Vorbereitung für die Aufnahmeprüfung im Mai 2026.

Wann? Samstag, 14. März 2026 ab 10 Uhr
Wo? Otto Falckenberg Schule, Fachakademie für Darstellende Kunst, Falckenbergstraße 2, 80539 München
Anmeldung Schick uns eine E-Mail an bewerbung[at]ofs-muenchen.de und schreib uns kurz, warum du an der Pre-School Schauspiel teilnehmen möchtest.
Mindestalter 17 Jahre
Anmeldeschluss Sonntag, 15. Februar 2026

Bei uns zählt deine Leidenschaft, nicht deine Biografie.
Wir freuen uns auf dich!!!

*Unsere Schule ist leider noch nicht barrierefrei. Wenn du eine körperliche Beeinträchtigung hast, gib bitte an, was du brauchst.
**Die Teilnahmeplätze der Pre-School Schauspiel sind begrenzt.

Showcase

Ein Abend mit dem 4. Jahrgang Schauspiel

Am 31. Januar 2026 um 19.30 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele / Eintritt frei, kostenlose Tickets über Theaterkasse der Münchner Kammerspiele

Noch ein Mal im Werkraum – Kurz vor Ende der Ausbildung zeigt der 4. Jahrgang der OFS ein Potpourri aus Szenen, Monologen und Liedern. Kommen Sie vorbei und erleben Sie den letzten gemeinsamen Auftritt unserer Abschlussklasse und gleichzeitig ihren ersten schauspielerischen Auftritt in einem Schwimmbad.

→ Programmzettel

O.E. Hasse Preis für Elisabeth Nittka

Die O. E. Hasse-Stiftung vergibt 2026 zum letzten Mal den O. E. Hasse-Preis. Aus Anlass der letztmaligen Vergabe des Preises werden zwei Preisträgerinnen ausgezeichnet: Elisabeth Nittka, Studierende des 4. Studienjahrs der Otto Falckenberg Schule, und Aya Michèle Zaghdoudi, Studierende des 3. Studienjahrs der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, teilen sich das Preisgeld.

Elisabeth Nittka, geboren 2003 in Augsburg, machte dort 2021 Abitur und erste Theatererfahrungen am Jungen Theater Augsburg und am theater ensemble, und begann 2022 die Schauspielausbildung an der Otto Falckenberg Schule. Im Rahmen des Studiums wirkte sie u. a. im Live-Hörspiel mit Musik „100 Songs“ (Leitung: Frauke Poolman und Axel Humbert), in Ruben Müllers Regieprojekt „Based on a True Story by Truman Capote“ am Münchner Volkstheater und beim inklusiven szenischen Projekt „Prosperos Insel“ (Leitung: Ramin Anaraki, Caitlin van der Maas) mit. Sie war zudem an den Münchner Kammerspielen in „A Young Swallowman“ (Regie: Florian Fischer) zu sehen, und spielt derzeit in „Pippi Langstrumpf“ (Regie: Daniela Kranz) und „Gschichtn vom Brandner Kaspar“ am Residenztheater, wo sie ab der Spielzeit 2026/27 als Ensemblemitglied engagiert ist.

„Sehr zart und zugleich deftig spielte Elisabeth Nittka die Josefa Brandner in der Kroetz-Adaption des bayerischen Volksstücks. (…) Sie verfügt schon über eine Art Aura, aber ist erfreulicherweise frei von Manierismen der Routine (…)“ (Klaus Völker für die Jury).

Der Preis wurde am 26. Januar 2026 in Berlin verliehen. Herzlichen Glückwunsch!