Otto  Falcken-
berg 
Schule 

Bewerbungsverfahren Regie läuft / Bewerbungsfrist endet am 15. Januar 2022! / Weitere Infos unter dem Menüpunkt "Ausbildung" Bewerbungsverfahren Regie läuft / Bewerbungsfrist endet am 15. Januar 2022! / Weitere Infos unter dem Menüpunkt "Ausbildung"

Klassenzimmerstück und Workshop / BERUFSBILD SCHAUSPIEL

16.12.2021 /

Ein Angebot der Otto Falckenberg Schule für alle ab Jahrgangsstufe 9

Die Otto Falckenberg Schule möchte mit diesem Projekt Schüler:innen ab Klasse 9, die beginnen sich mit der Frage nach beruflichen Perspektiven zu beschäftigen, auf sinnliche Weise mit dem Berufsbild Schauspiel in Kontakt bringen. Unsere Hoffnung ist, dass wir so auch diejenigen interessieren, die nicht über Elternhaus oder soziales Milieu ohnehin mit dem Theater und seinen Institutionen vertraut sind.

Das Klassenzimmerstück, das Schauspielstudierende aus dem 2. Jahrgang erarbeitet haben, ist „Schwester von“ der niederländischen Autorin Lot Vekemans. Ein vielgespieltes Stück, in dem die Autorin Antigones Schwester Ismene zur Hauptfigur macht. Die griechische Mythologie dient zwar als Grundlage, es geht aber viel mehr um die Figur der “ kleinen Schwester“, die Anti-Heldin Ismene,  die eben nicht mutig und entscheidungsstark handelt, sondern gefangen ist in ihren Zweifeln und Ängsten und unter dem Vorbild der großen Schwester leidet. Ein toller, moderner Text, mit dem hoffentlich viele Jugendliche etwas anfangen können!

Anschließend leiten die Schauspieler:innen einen ca. 30 minütigen Praxis-Workshop im Klassenzimmer an. Alle Schüler:innen gemeinsam lernen über sehr niederschwellige Übungen die Grundlagen der Schauspielausbildung kennen und haben danach noch ausreichend Zeit für Fragen Diskussionen zu Stück und Workshop.

Der Zeitbedarf liegt bei einer Doppelstunde. Kosten für die einladende Schule/Klasse fallen nicht an.

Bei Interesse, zur Terminvereinbarung oder für Rückfragen melden Sie sich gerne bei:

Malte Jelden, Studiengangsleiter Regie, malte.jelden@muenchen.de, Tel. 089 23337081

Die dritte Generation

28.01.2022 /

Drehbuch von Rainer Werner Fassbinder / Jahrgangsinszenierung 3. Jahrgang Schauspiel

Premiere 28. Januar 2022 um 20 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele Weitere Vorstellung 29. Januar 2022 um 20 Uhr Tickets unter https://kammerspiele.muenchenticket.net/
Mit Nellie Fischer-Benson, Isabell Antonia Höckel, Cornelius Kiene, Joshua Kliefert, Mia Maria Müller, Lea Reihl, Alvaro Rentz, Sammy Scheuritzel, Nils Thalmann, Arina Toni und Florian Voigt Regie Charlotte Sprenger Bühne und Kostüme Aleksandra Pavlović Dramaturgie Olivia Ebert Musik Jonas Landerschier Technik / Requisite Maxi Blässing, Paul Friedrich Günther, Leo Algrang Assistenz Regie und Bühne Paula Schlagbauer Assistenz Kostüm Leika Lütke

Ist es begreifbar, in welcher Gesellschaft wir leben? Wie wird es endlich anders? In der Tristesse des deutschen Winters 1978/79 sucht eine Gruppe junger Menschen Auswege aus den bürgerlichen und kapitalistischen Verhältnissen, die zur fortschreitenden Zerstörung von Welt und Selbst beitragen. Umgeben vom medialen Rauschen globaler Nachrichten, beeinflusst und überwacht durch Polizei und Kapital, spielen sie mit linksterroristischem Besteck. Auf groteske Weise entleert sind ihre schrillen Gesten, die sich gegen das systemische Außen wenden. Die Beziehungsweisen untereinander werden zum eigentlichen Schauplatz der notwendigen Revolution: die familiär und patriarchal eingeübten; und die Dynamiken innerhalb der Gruppe, als „das maximalste an möglichem Zusammenleben“ (RWF). Mit elf Studierenden der Otto Falckenberg Schule untersucht die Inszenierung von Charlotte Sprenger Rebellion und Depression einer jungen Generation.

Archiv

Absolvent*innenvorsprechen

Schauspiel /

Der Abschlussjahrgang 2022

am 3. November 2021 um 18 Uhr, am 4. und 5. November 2021 um 20 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele / Eintritt frei / Anmeldung unter 089-233 37083 / !!! 3G-Plus-Regeln !!! / Bitte bringen Sie für Ihren Theaterbesuch zusätzlich zu einem Identitätsnachweis (Ausweis) einen der drei folgenden Nachweise mit: Impfnachweis (digital oder analog), PCR-Testergebnis oder einen Nachweis über Ihre Genesung!
Weitere Termine für Fachpublikum Zentrale Vorsprechen am 16. November 2021 um 10 Uhr in München, 17. November 2021 um 12.40 Uhr in Neuss und 19. November 2021 um 12.40 Uhr in Berlin weitere Infos und Anmeldedetails unter www.otto-falckenberg-schule.de/wp-content/uploads/2021/10/SKS_ZENTRALE_VORSPIELE_2021.pdf

quasimodo

Schauspiel /

Eine Stückentwicklung mit Texten vom Ensemble und Victor Hugo

Premiere 26. November 2021 Weitere Vorstellung 27. November 20 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele Tickets unter https://www.muenchner-kammerspiele.de/ / !!! 2G plus Regelung + FFP2-Maskenpflicht !!! / Bitte bringen Sie für Ihren Theaterbesuch zusätzlich zu einem Identitätsnachweis (Ausweis) die zwei folgenden Nachweise mit: Impfnachweis (digital oder analog) oder einen Nachweis über Ihre Genesung  UND einen Corona-Schnelltest-Nachweis (nicht älter als 24 Stunden) oder ein PCR-Testergebnis (nicht älter als 48 Stunden) !!!
Mit Nellie Fischer-Benson, Joschka Kientsch, Stephan Larro, Amélie Leclère, Fabian Moraw, Mia Maria Müller Regie Konrad Wolf Künstlerische Mitarbeit Eckhard Winkhaus Licht Maxi Blässing Ton Paul Friedrich Günther Technik und Requisite Maxi Blässing, Paul Friedrich Günther, Leo Algrang

Hässlich. Verpfuscht. Ungestaltet. Victor Hugos Quasimodo wird mit so vielen negativen Attributen beschrieben, dass Quasimodo schließlich selbst fragt: „Nicht wahr, ich bin sehr hässlich?“ Quasimodo leidet nicht am eigenen Körper, sondern an internalisierten Zuschreibungen.

Kann sich Quasimodo von diesen befreien und sich anders wahrnehmen?

Biographisches Arbeiten

Workshop Leitung Christiane Pohle

Following Strangers

Über die Vielfalt des Verfolgens

‚Following Strangers’ ist eine Solo-Arbeit, in der es um die Erfindung und Ausgestaltung einer fiktiven Person geht. Ausgehend von der Beschäftigung mit einer Arbeit der Künstlerin Sophie Calle entstehen individuelle Methoden des Beobachtens. Diese können sich zum Beispiel im Stadtraum ereignen, einem Hauseingang, einem Platz, einer Haltestelle. Sie können sich auf reale Menschen beziehen, auf die Betrachtung eines Fotoalbums, einer Geburtsurkunde, eines Adressbuches, auf die Auseinandersetzung mit einer literarischen Vorlage, auf die Vermischung von biographischen, und erfundenen Erinnerungen, oder auf eine beobachtende fotografische Recherche. Aus den dokumentierten Beobachtungen, gewissermaßen in einer Montage von Sammlung und Fiktion, werden Personagen/Figuren entwickelt. Wo diese ‚stattfinden’, wie sie sichtbar werden, sich zeigen, auch einem möglichen Publikum, ob im Stadtraum, auf der Bühne, in Sprachmitteilungen, welche Geschichten sie zu erzählen haben, ob sie überhaupt sprechen, das zu definieren und schauspielerisch umzusetzen, ist Teil des Arbeitsprozesses, der neben den begleiteten Recherchen und Proben auch Reflektionen und Auswertungen mit den anderen Workshopteilnehmer*innen beinhaltet. Ziel der Arbeit ist eine kleine Präsentation, in der die erfundenen Personen, oder Figuren auftreten, oder in ihren jeweiligen Kontexten beobachtet werden können.

PERFORMANCEGESCHICHTE

Workshop  Leitung Saskia Oidtmann

alles ist erlaubt – Geschichte, Ästhetik und Praxis der Performance Kunst

Die Performance Kunst hat sich in den 60er und 70er Jahren zu einer eigenständigen Kunstform entwickelt. Ihre Entstehung war beeinflusst von Antonin Artaud, Dada, den Surrealisten, der Situationistischen Internationalen und der Konzeptkunst. So reicht ihre historische Entwicklung, sowohl in die Bildende als auch in die Darstellende Kunst hinein.

Performance Kunst richtet sich gegen Auffassungen, nach denen nur dauerhaft existierende und verkäufliche Objekte relevante Kunst sind. Ihre Aufführungen werden als Antithese zum Theater formuliert und folgen nicht mehr einer konkreten Regelästhetik. Der Fokus liegt auf dem künstlerischen Ereignis, das nie in der gleichen Weise wiederholt wird. Performances sind situationsbezogen, handlungsbetont und vergänglich und hinterfragen die Trennbarkeit von Künstler*in (Autor*in) und Werk.

Weitere verwandte Strömungen sind u.a. Happenings, Fluxus, Aktionskunst und Body-Art.

Ausgehend von Arbeiten von Künstler*innen wie Marina Abramovic, Joseph Beuys und VALIE EXPORT ergründen wir die Entwicklung der Performancegeschichte und ihrer Ästhetik mit Fokus auf die 60er, 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Neben der Analyse unterschiedlichster Arbeiten stehen die individuelle Arbeitspraxis und die Methoden der Künstler*innen im Vordergrund. Zur Vertiefung der unterschiedlichen Diskurse werden elementare Texte gelesen (John L. Austin, Judith Butler, Erika Fischer-Lichte, et al.). Die Studierenden werden in Kleingruppen ihre eigenen Performances erarbeiten und am Ende des Workshops präsentieren.

Ein Anfang

Regie /

Regieprojekt von Elias Emmert

Premiere Juli 2021 Weitere Vorstellung 15. November 20 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele Tickets unter https://kammerspiele.muenchenticket.net/
Mit Daniela Gancheva, Nellie Fischer-Benson, Joshua Kliefert Regie Elias Emmert Dramaturgie Carlotta Huys

Teils als Reenactment einer Paartherapie, teils als Aneignung der Figuren und ihrer Herausforderungen, entwirft „Ein Anfang“ eine Utopie, in der ein anderes Reden in und über Beziehungen möglich ist, und in der alle Beteiligten gestaltend auf ihre unmittelbare Umwelt einwirken können. Ausgehend von einer romantischen Beziehung wird im therapeutisch begleiteten Erkennen von eigenen und strukturell verankerten Mustern, sowie der Begegnung mit der Vergangenheit als Paar und allein, ein anderes Miteinander auch im gesamtgesellschaftlichen Rahmen denkbar.

R-Faktor

AbschlussinszenierungGastspielRegie /

Das Unfassbare / zu Gast in Mannheim, Hamburg und Dresden

© Nicole Marianna Wytyczak

schulinterne Premiere 7. April 2021 Gastspiel gefördert durch den Körber Studio Gastspielfonds am 30. Oktober 2021 um 19 Uhr am Nationaltheater in Mannheim Tickets unter www.nationaltheater-mannheim.de Gastspiel gefördert durch den Körber Studio Gastspielfonds am 2. und 3. November 2021 um 20 Uhr am Thalia Theater in Hamburg Tickets unter www.thalia-theater.de eingeladen zu Fast Forward 2021. Europäisches Festival für junge Regie am 14. November 2021 um 15.30 Uhr DIGITAL Tickets und Infos unter www.fastforw.art
mit Şafak Şengül Regie, Recherche, Textcollage Ayşe Güvendiren Bühnen- und Szenenbild Theresa Scheitzenhammer Kostüm und Maskenbild Melina Poppe Dramaturgie Carlotta Huys Regieassistenz Suvi Schrank Regiehospitanz Lisa Fricke Dramaturgieassistenz Tassilo Pyko Bühnenbildassistenz und Mitarbeit Szenenbild Jiannis Murböck Kamera und Schnitt Louis Dickhaut Schnitt Oliver Buchalik Licht Maxi Blässing, Dominik Büchl Ton Friedo Günther Video Markus Bührend, Jens Baßfeld Komparserie Lisa Fricke, Suvi Schrank Mentorin Nora Abdel-Maksoud

© Nicole Marianna Wytyczak

© Nicole Marianna Wytyczak

© Nicole Marianna Wytyczak

»Erlebst du das tatsächlich so? Das kann doch nicht sein!« Dieser Unglaube schlägt rassismuserfahrenen Menschen, sobald sie der Dominanzgesellschaft von ihren Erlebnissen erzählen, regelmäßig entgegen.
Das Abwägen über den Wahrheitsgehalt ihrer Berichte beansprucht die weiße Mehrheitsgesellschaft in der Regel für sich.
In Anlehnung an dieses weiße Selbstverständnis einer Deutungshoheit laden BIPoC Kunst- und Kulturschaffende in »R-Faktor. Das Unfassbare«, einer politischen Late Night Show, nun selbstermächtigend dazu ein, über ihre Erfahrungen in der weiß dominierten Kunst- und Kulturbranche
zu urteilen. Entscheiden Sie: Ist es Fakt oder Fiktion?
Gemeinsam mit dem Publikum verfolgt eine Moderatorin die fiktionalisierten Berichte eines Schauspielstudenten, einer Film-Studentin, einer Regieassistentin und zwei Schauspielerinnen. Sie alle eint der R-Faktor: der Rassismus-Faktor und seine Reproduktion. Denn auch in Kulturinstitutionen, den selbsterklärten Orten einer künstlerischen Utopie, dominieren die strukturellen Ungleichheiten der Gesellschaft ihren Berufsalltag. Entwickelt aus Interviews mit 30 BIPoC Kunst- und Kulturschaffenden, bildet »R-Faktor« eine Wirklichkeit ab, vor der ihre weißen Kolleg*innen die Augen verschließen.

Ausgezeichnet mit dem Preis des Körber Studios Junge Regie 2021!

Der große Marsch

JahrgangsinszenierungSchauspiel /

von Wolfram Lotz / Jahrgangsinszenierung 2020/21

© Federico Pedrotti

schulinterne Premiere 21. April 2021 um 20 Uhr Weitere Vorstellungen 13. und 14. November 20 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele Tickets unter https://kammerspiele.muenchenticket.net/
Mit Marie Dziomber, Rasmus Friedrich, Philip Froissant, Julius Gruner, Jorid Lukaczik, Anton Nürnberg, Luca Rosendahl, Nathalie Schörken, Katharina Stark und Lilly-Marie Vogler Regie Anne Habermehl Bühne und Kostüme Christoph Rufer Musik Philipp Weber Dramaturgische Beratung Malte Jelden Licht Charlotte Marr, Michael Pohorsky, Wolfgang Wiefarn Ton Korbinian Wegler Video Maxi Blässing Videoschnitt Romy Gardumi Technik Maxi Blässing, Paul Friedrich Günther, Romy Gardumi Assistenz Regie Malina Sascha Hoffmann Assistenz Bühne Ji Hyung Nam Assistenz Kostüm Melina Poppe Aufführungsrechte S. Fischer Verlag, Frankfurt / Deutscher Theaterverlag GmbH, Weinheim

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

© Federico Pedrotti

Was ist Widerstand? Ist Unsterblichkeit ein sinnvolles Ziel? Kann uns die Seegurke retten? Was Lotz‘ Figuren vereint, ist der Wunsch nach Überwindung der sogenannten Wahrheit, bis hin zur Überwindung des Todes an sich. Mit einem Sammelsurium aus Instrumenten betreten die elf Studierenden der Otto Falckenberg Schule die Bühne der Repräsentation und machen sich auf ihren ganz individuellen Marsch durch die Institutionen, die Gesellschaft und die Zeit.

Es ist ein sehr lustiger Abend, der da im Werkraum zu sehen ist. Eingestreut sind zudem der ein oder andere politische oder sozialkritische Bezug, nur um Spaß soll es nicht gehen. Und auch nicht ums reine Schaulaufen des dritten Jahrgangs, obwohl natürlich jeder im Ensemble einmal sein Sternstündchen hat, sich mit einem Monolog präsentieren darf vor dem so lange ausgebliebenen Publikum. Habermehl hat dafür beherzt in die Vorlage eingegriffen, hat umgestellt, gestrichen, dazu gefügt. Bühnenanweisungen lässt sie gerne sprechen, um dann etwas ganz anderes passieren zu lassen. Die Episoden aus Lotz‘ Satire aufs politische Theater versucht sie nicht mit einer Klammer zusammenzuhalten. Das ist mutig, und es funktioniert prächtig.

Das liegt viel an der Spiellust der Darsteller. Souverän kokettieren sie mit dem Publikum, etwa Rasmus Friedrich in seiner Hitler-Parodie. Oder Marie Dziomber, die die stolz-schüchterne Autoren-Mutti gibt. Ein Fünkchen Liebe wissen Jorid Lukaczik und Nathalie Schörken auch aus drei Metern Entfernung zum Glühen zu bringen. Letztlich ist der komplette Jahrgang gut unterwegs. Wenn sie den Spaß in diesem kargen Corona-Jahr noch mal zeigen könnten, wäre dies schön.

Süddeutsche Zeitung, Yvonne Poppek, 09. Juni 2021