WERKstatt Schauspiel: Zwischen den Kriegen
Ein Szenenzyklus des 2. und 3. Jahrgangs
Was ist, wenn nichts mehr so ist, wie es einmal war?
Wie lässt sich eine Zukunft entwerfen, wenn Sicherheiten schwinden? Wie frei sind wir in unseren Entscheidungen? Und wie wollen wir eigentlich miteinander leben?
Mit diesen Fragen im Gepäck blicken Studierende der Otto Falckenberg Schule auf eine Zeit, in der die Welt aus den Fugen gerät: die Jahre zwischen 1918 und 1939. Alte Ordnungen brechen zusammen, neue Freiheiten werden erkämpft. Die Großstädte pulsieren, Frauen erobern sich neue Räume, Liebe und Lebensentwürfe werden neu verhandelt.
Doch der Aufbruch hat eine Kehrseite: Während die einen mit neuen Lebensformen, politischen Ideen und künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten experimentieren, reagieren andere auf den Verlust alter Gewissheiten mit Verhärtung, Ausgrenzung und dem Ruf nach autoritärer Ordnung. Und oft liegen diese widersprüchlichen Bewegungen näher beieinander, als es zunächst scheint.
Was hat diese Zeit voller Gegensätze mit dem Leben junger Menschen heute zu tun? Wo begegnen sich die Hoffnungen, Ängste und Konflikte von damals und heute?
Aus literarischen und dramatischen Texten der Zwischenkriegszeit entsteht ein Szenenzyklus zwischen Großstadtrausch und Existenzangst, Freiheitsdrang und Anpassungsdruck, Liebe und Politik. Eine Begegnung mit einer Vergangenheit, deren Zukunft noch offen war – und mit Fragen, die uns heute wieder umtreiben.