Otto  Falcken-
berg 
Schule 

messy history lessons

02.10.2020 /

Abschlussinszenierung Regie von Caroline Kapp / zu Gast beim Körber Studio Junge Regie

Premiere am 2. Oktober 2020 um 20 Uhr im Schwere Reiter München Weitere Vorstellungen am 3. Oktober um 17 und 21 Uhr Gastspiel/Stream am 31. Mai 2021 um 20 Uhr im Rahmen vom Körber Studio Junge Studio Programm und Tickets unter www.thalia-theater.de

Mit Marie Bloching, Sina Dresp, Shirin Eissa, Daniela Gancheva, Kira Kayembe Inszenierung Caroline Kapp Bühne Teresa Häußler Kostüm Cordula Schieri Ton Florian Wulff Licht Joannis Murböck Schnitt Laura Kansy Video Kristina Kilian und Camille Tricaud Grafik Desiree Kabis Virtuelle Animation Muschirf Shekh Zeyn Künstlerische Mitarbeit Jan Grosfeld Dramaturgie Manon Haase und Laura Mangels

„Messy History Lessons“ versteht sich als dreiteilige Arbeit, bestehend aus einem analogen Report, einer digitalen Skizze für das Internet sowie einer performativen Umsetzung auf der Theaterbühne. Caroline Kapp schließt ihr Regiestudium an der Otto Falckenberg Schule München mit diesem Projekt ab. Zusammen mit ihrem Team untersucht sie Leerstellen der Erinnerungsarbeit weiblicher* Geschichtsschreibung. Sie fragen sich, wie Körper im Theater zu Trägern von Erinnerungen werden können und erschaffen eine Archäologie des Unsichtbaren. Fünf Frauen* beschließen die linearen Fäden der Geschichtsschreibung zu kappen und nach den Spuren einer möglichen, aber vergessenen Zukunft zu suchen.

Der Begriff der Messy History geht auf die Designerin Martha Scotford zurück. Ihr Messy Blick versucht die Vielfalt alternativer Ansätze und Aktivitäten aufzudecken, zu studieren und einzubeziehen. Eine Messy History ist nicht eine konventionelle Geschichte, sondern viele Geschichten, die verstreut liegen, die nicht in Monumental-Katalogen gelistet sind, die wir in der Bibliothek nicht finden können, weil sie nie verzeichnet worden sind.

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie konnte die Premiere im April 2020 im Pathos Theater München vorerst nicht stattfinden. Eine digitale Skizze der „Messy History Lessons“ wurde während der Zeit der flächendeckenden Ausgangsbeschränkungen und der Schließung der Probebühnen und Theater im März und April 2020 erarbeitet. Als performative Umsetzung für das Internet nutzt sie die Zeit der Quarantäne, um über (historische) Freiräume und Begrenzungen im Leben von Künstlerinnen und Frauen* nachzudenken und diese sichtbar zu machen.

Entstanden ist auch der Messy History Report. Er versammelt unbekanntere Texte von Autorinnen aus dem feministischen Kanon des letzten Jahrhunderts, die wieder in Umlauf gebracht werden sollen. Wenn Sie einen Text mit uns teilen wollen, der im nächsten Messy History Report publiziert werden sollte, schreiben Sie uns eine Mail: messy_history@free.de.

Das Projekt wird von der Richard Stury Stiftung gefördert.