Otto  Falcken-
berg 
Schul

Früchte des Zorns

Regieprojekt von Elias Emmert nach dem Roman von John Steinbeck

Premiere am 20. Mai, weitere Vorstellungen am 21. und 22. Mai im Werkraum der Kammerspiele

Grafik: Lisa Hingerl

Mit Nellie Fischer-Benson, Sammy Scheuritzel, Joshua Kliefert, Carolin Wege, Walter Hess, Nora Buzalka, Luise Hart Regie Elias Emmert  Dramaturgie Carlotta Huys Bühnen-und Kostümbild Marleen Johow Musik Alexander Zwick Regieassistenz Lisa Plank Bühnenbearbeitung von Frank Galati
“Jede*r kann es schaffen!” so propagiert es der amerikanische Traum, der schon längst ein globaler ist. In seinem epochalen Roman FRÜCHTE DES ZORNS stellt John Steinbeck jedoch die Dekonstruktion dieses Mythos ins Zentrum seiner Erzählung. Eine Farmersfamilie muss nach Jahren der Dürre und wachsendem ökonomischem Druck ihr Zuhause aufgeben. Mit dem unerschütterlichen Glauben an eine goldene Zukunft ziehen sie gen Westen, wo die Wirtschaft boomt und es angeblich gute Arbeit für jede*n gibt. Dort werden die Geflüchteten nicht nur “als Belastung, sondern als Chance” betrachtet – doch als Chance für wen?
Der Hoffnung bringende amerikanische Traum entlarvt sich als geschickte Marketingstrategie, die Ausbeutung und Individualisierung befördert, während die gesichtslosen Banken und Superreichen immer mehr Besitztümer anhäufen – und Gemeinschaften zerbrechen. In dieser Inszenierung von FRÜCHTE DES ZORNS wird am Mikrokosmos Familie erlebbar, mit welcher zerstörerischen Kraft der Kapitalismus in unsere Beziehungen hineinwirkt und was dieser Kraft vielleicht entgegenzusetzen ist.