Ott Falcken-
ber
Schule 

Mitleidsprotokoll – every tear recorded

Eine Collage nach Texten von Hervé Guibert / Abschlussinszenierung

© Sima Dehgani

Premiere 19. Februar 2026 um 19.30 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele Weitere Vorstellungen 20. und 21. Februar 2026 um 19.30 Uhr und im Mai Tickets unter → Münchner Kammerspiele
Mit Julius Gruner, Elisabeth Nittka, Konstantin Schumann Regie Ruben Müller Bühnenbild und Video Chloe Kelly Kostüm Jacqueline Elaine Koch Dramaturgie Paulina Wawerla Kostümhospitanz Tabea Helena Tatge Regie-/Dramaturgiehospitanz Emily Schuster-Woldan Bühnenbildhospitanz Käthe Hochwimmer Künstlerische Produktionsleitung Angelika Koch Technische Produktionsleitung Maxi Blässing, Jonas Pim Simon Konstruktion Bühnenbild Kilian Klingler Bühnenmeister Dany Rau Bühnenmaschinerie Stefan Egger Beleuchtung Daniel Schott Ton Leo Algrang Video Florian Limmer Veranstaltungstechnik Eliza Aistermann, Jakob Kilian Kostüm Katharina Diebel, Andreas Eisenhofer, Doris Kugler Schreinerei Hannes Zippert Schlosserei Friedrich Würzhuber, Jürgen Goudenhooft Tapeziererei Maria Hörger, Tim Hagemeyer, Anja Gebauer, Tobias Herzog Malsaal Evi Eschenbach

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

© Sima Dehgani

„Ich werde verschwinden und nichts verborgen haben.“ – Hervé Guibert (Globe, 1992)

Hervé Guibert arbeitet sich in seinen Texten, Fotografien und Dokumentarfilmen Ende der 1980er-Jahre auf einzigartige Weise an seiner Aids-Erkrankung und an der seiner Mitmenschen ab. In seinen Texten verbindet er radikale Ehrlichkeit – die Offenlegung aller Geheimnisse, das Buchführen über jede Träne – mit einer zutiefst persönlichen Selbstreflexion: Was kann es bedeuten, in aussichtslosen Zeiten zu schreiben, zu fotografieren, zu dokumentieren? Was kann es bedeuten, sich selbst schonungslos zu veröffentlichen und damit zu verewigen?

Ruben Müllers Abschlussinszenierung widmet sich den Texten Guiberts, die ohne Happy Ends auskommen müssen. Sie deswegen zu vergessen, ist keine Option. Welche Rolle also können sie heute im Erinnern und Träumen für unser (queeres) Leben spielen? „Mitleidsprotokoll – every tear recorded“ stellt sich dem Paradox, dass unsere Vorstellungen von einer gerechteren, freieren Zukunft aus Erinnerungen von Schmerz, Stigmatisierung und Verlust erwachsen müssen.

Mit besonderem Dank an Matthes & Seitz, Gallimard und Hinrich Schmidt-Henkel.

Mit freundlicher Unterstützung der Richard Stury Stiftung.