Otto  Falcken-
ber
Schul

Broken Brecht

05.03.2021 /

ein epischer Autorinnenschaftskrimi

Netzpremiere: 5. März / 19.30 Uhr Einführungstalk live aus dem Babylon-Kino Berlin mit Jürgen Kuttner, Caro Kapp, Lennart Boyd Schürmann / 20 Uhr Live-Stream / am 7. März in der Mediathek Tickets und weitere Informationen unter https://brechtfestival.de
Inszenierung Caroline Kapp Mit Nellie Fischer Benson, Arina Toni, Marie Bloching, Jan Grosfeld Bühne Amina Nouns Kostüm Melina Poppe Sound Florian Wulff Schnitt Laura Kansy Video Kristina Kilian und Camille Tricaud Dramaturgie Manon Haase

In „Broken Brecht“ fragen sich „Die Frauen“, wie es passieren konnte, dass die Statue des berühmten Dichters Bert oder Bertolt oder Berthold … BRECHT stürzen konnte?
Klar ist: Jetzt ist sie kaputt. Das Ereignis hat stattgefunden, hier findet die Wiederholung statt. Der Text „Die Straßenszene“, in dem Bertolt Brecht seine Idee des epischen Theaters durchexerziert, und der nach seinem Erscheinen 1938 das Theater revolutionierte, dient bis heute folgenreich als Modell. Auch wenn es Brecht in erster Linie um eine ästhetische Neukonstruktion des Theaters ging, stellt „Die Straßenszene“ auch ein gesellschaftliches und politisches Werkzeug dar, um Ereignisse zu sezieren.

„Die Frauen“ greifen das Modell auf. Sie versuchen sich zu erinnern und stoßen bei der Ermittlung auf unzählige Fragen: Wer hat den Bau der Statue veranlasst? Wer sie letztlich gebaut? Wer sie eingeweiht? Und wieso steht sie nun nicht mehr? Mehr Protagonistinnen als vorerst gedacht, scheinen in den Bau der ikonisch gewordenen Statue verwickelt. Ihre kommissarische Arbeit führt zur Dekonstruktion von Erinnerung und Geschichtsschreibung. Am Ende kommen „Die Frauen“ brechtisch verfremdet bei sich selbst an und setzen ein neues Denkmal.

Eine Koproduktion des Brechtfestivals mit der Otto Falckenberg Schule München.

Aufführungsrechte: Ruth Berlau/Hoffmann